Im Haushaltsentwurf der Stadt Naumburg für das Jahr 2014 fehlen 740 000 Euro

In kleinen Schritten zum Guten

Naumburg. Kernpunkt der jüngsten Stadtverordnetensitzung der Stadt Naumburg im Elbenberger Gemeinschaftshaus Flachsrose war die Einbringung der Haushaltssatzung für das Jahr 2014 mit Haushaltsplan. Darin enthalten waren das Investitionsprogramm und der Wirtschaftsplan 2014 der Stadtwerke sowie das Haushaltssicherungskonzept.

Der von Bürgermeister Stefan Hable vorgelegte Haushaltsplanentwurf für 2014 sieht einen Fehlbetrag von 740 000 Euro vor. Hable: „Wir bewegen uns finanziell weiter Schritt für Schritt zum Guten. Der Fehlbetrag entspricht einer Ergebnisverbesserung gegenüber dem Haushaltsansatz des Jahres 2013 von 157 000 Euro, beziehungsweise 17,6 Prozent.“ Der neue Ergebnishaushalt weist Erträge in Höhe von 7,22 Millionen Euro aus und bewegt sich damit um 127 000 Euro (1,8 Prozent) über dem Niveau von 2013. Die wesentlichen Einnahmepositionen sind dabei der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer (2,05 Millionen), Schlüsselzuweisungen (1,814 Millionen), Gewerbesteuer (825 000), Grundsteuer B (450 000), Konzessionsabgaben (140 000), Familienleistungsausgleich (130 000), Grundsteuer A (75 000), Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer (45 000) und Hundesteuer (30 000).

Der Gesamtbetrag der geplanten Aufwendungen in 2014 beträgt 7,96 Millionen Euro. Gegenüber dem Haushaltsjahr 2013 bedeutet das eine Reduktion von 30 000 Euro (0,4 %). Hable: „Bei den Sparbemühungen müssen wir uns strecken, um die vereinbarten Vorgaben im Zuge des Haushaltssicherungskonzeptes zu erreichen.“

Stadt muss einsparen

Deshalb schlägt der Magistrat unter anderem vor, auf die bisher ausschließlich städtisch finanzierte Beförderung der Kindergartenkinder aus Heimarshausen und Altendorf in die Kita Elbenberg zu verzichten. Der Bürgermeister: „Das erscheint akzeptabel, weil es seit 2013 eine ÖPNV-Verbindung zwischen den Stadtteilen gibt, die auch von den Kita-Kindern genutzt werden kann.“ Hables Blick ging auch schon in die Zukunft: „Für 2015 sieht das Haushaltssicherungskonzept eine Anhebung des Hebesatzes bei den Grundsteuern von 320 auf 370 und in 2017 von 370 auf 400 vor.“ Ohne diese Maßnahmen wäre es nicht möglich gewesen, die für diese Jahre vereinbarten Konsolidierungsvorgaben zu erfüllen.

Beim Finanzhaushalt sieht die Planung keine Nettoneuverschuldung vor. Hable: „In 2014 können mehr Altschulden abgebaut werden als Kredite für neue Investitionen aufgenommen werden müssen.“ Den langfristigen Verbindlichkeiten von 7,8 Millionen Euro steht das städtische Vermögen von 39 Millionen Euro gegenüber. (zih)

Quelle: HNA

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