Seit 22 Jahren pflanzt die Schutzgemeinschaft einen Baum des Jahres – Lehrpfad im Bad Zwestener Kurpark geplant

Ein kleiner Wald aus 22 Baumarten

Und jetzt die Traubeneiche: Der Baum des Jahres 2014 wurde im Bad Zwestener Kurpark gepflanzt. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald mit Heinrich Haupt (rechts) als Bezirks-Vorsitzendem macht das seit 22 Jahren. Foto: privat

Bad Zwesten. Ein kleiner Wald aus 22 verschiedenen Baumarten ist es inzwischen, der dank der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald im Bad Zwestener Kurpark heranwächst. Zum 22. Mal pflanzten Mitglieder drei Exemplare der Traubeneiche, dem Baum des Jahres 2014, in Zusammenarbeit mit der Gemeinde.

Der Bezirksvorsitzende, Alt-Bürgermeister Heinrich Haupt, freute sich über rege Beteiligung. Dipl. Landschaftsarchitekt Bodo Tempich hatte einen geeigneten Standort im Park ausgesucht, Mitarbeiter des Bauhofes waren bei der Pflanzung behilflich.

Der Baum des Jahres wird alljährlich von 30 verschiedenen Umweltschutz- und Naturschutzverbänden gewählt. „Die inzwischen gepflanzten 22 Baumarten sind sowohl eine Bereicherung des Baumbestandes als auch vor allem der Baumarten im Kurpark“, erklärte Heinrich Haupt

Walter Krause stellte die Traubeneiche vor: Sie ist langlebig, wird 200 bis 300 Jahre alt, hat eine Pfahlwurzel und ist damit relativ sturmsicher. Als Lichtholzart braucht sie Platz und Sonne. Sie ist als Parkbaum und auf Plätzen und an Straßen anzutreffen.

Bei guten Voraussetzungen kann in etwa 200 Jahren wertvolles Holz wachsen, das im Hausbau (Fachwerk), Schiffbau, für Wein- und Whiskyfässer, Möbelbau und als teuerste Version Furnierholz gefragt und gut bezahlt ist.

Bürgermeister Michael Köhler bedankte sich für den Einsatz. Er wies darauf hin, dass die Eiche für Bad Zwesten eine große Bedeutung habe und verwies auf die Brüder-Grimm-Eiche. Über die Grimm-Eiche sei überliefert, dass sie die Brüder Grimm selbst gepflanzt hätten.

Möglichst bis zum Herbst will die Schutzgemeinschaft in Kooperation mit Gemeinde, Sparkassenestiftung und Naturlandstiftung einen Baumlehrpfad mit Info-Tafel mit den Baumstandorten anlegen. (red)

Quelle: HNA

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