Sanierung der Alten Schule Dittershausen abgeschlossen – Einweihung am 22. Juli

Kleinod bleibt erhalten

Dorfmittelpunkt einst und heute: 1846 wurde das Schulhaus in Dittershausen gebaut und bis Mitte der 1960er-Jahre genutzt. Nach der Sanierung in Etappen ist die Alte Schule künftig Treffpunkt der Jugend und der Vereine. Fotos: 1 privat/nh/2 Rose

Dittershausen. Lange sah es so aus, als würde die Alte Schule in Dittershausen verfallen: Doch ein Konjunkturprogramm des Bundes erwies sich schließlich als Rettung. Denn das prägende Wahrzeichen des Dorfes wurde zwei Jahre lang saniert, am 22. Juli ist Einweihung. Entstanden sind unter dem Dach des historischen Fachwerkbaus schmucke Räume für die Jugend und die Vereine.

Martin Spratte vom Förderkreis ist froh, dass nun alles fertig ist und das Gebäude der Dorfgemeinde als Mittelpunkt erhalten bleibt: „Ein Heimatkundler erzählte mir, dass Dorfschulen normalerweise erst seit der preußischen Schulreform ab 1860 gebaut wurden. Da der Grundstein auf 1846 datiert ist, könnte es sich bei unserer Schule um eine der ältesten Dorfschulen Deutschlands handeln“, sagt er. Seit fünf Jahren beteiligen sich die Mitglieder des Förderkreises nach Kräften an der Sanierung.

Jede Menge Eigenleistung

Dazu haben sie nicht nur Spenden gesammelt, sondern auch jede Menge Eigenleistung erbracht – um die 600 Stunden, schätzt Spratte. So hat sich der Verein bei der Verschindelung der Außenfassade, die neu gedämmt wurde, für wesentlich hochwertigere, aber auch teurere Eichenschindeln entschieden und die Mehrkosten übernommen. Die Wetterfahne auf dem Glockenturm ist eine Spende der Bastelfrauen. Auch im Inneren hat sich viel verändert. Der Jugendraum im Erdgeschoss wurde ein weiteres Mal hergerichtet, eine Theke eingebaut, Boden und Wände komplett erneuert. Die Bestuhlung stiftet die Feuerwehr. Im Zuge der Bauarbeiten musste in diesem Raum ein Fenster entfernt werden. „Auf dem lastete das Gewicht des Glockenturmes“, erläutert Spratte. Für sicheren Stand sorgen außerdem zusätzlich eingebaute Unter- und Oberzüge.

Auch das noch fehlende Mobiliar wird der Förderkreis anschaffen, bereits eingebaut wurde eine Küche. Vom Gewinn der 750-Jahr-Feier wurde noch eine Sitzgruppe für zehn Personen gekauft. Im Obergeschoss sind ein Schulungsraum für die Feuerwehr und ein Mehrzweckraum entstanden, runderneuerte Toiletten inklusive. „Hier können kleinere Geburtstage, Schulungen oder auch Ausstellungen statt finden“, sagt Ortsvorsteherin Irmgard Schütz. Der Dartverein wird in diesem Raum seine Heimspiele austragen.

Abriss für Nebengebäude

In nächster Zeit steht noch der Abriss des angrenzenden Nebengebäudes mit der Schulscheune an. Die freie Fläche werden sich die Eigentümerin des Gebäudes und der Förderkreis teilen. „Die Fläche wollen wir noch gestalten“, erklärt Schütz. Schon jetzt sieht der Vorplatz schmuck aus: Eine Bank rund um ein kleines Bäumchen lädt zum Verweilen ein.

• Eingeweiht wird die Alte Schule am Sonntag, 22. Juli: Für 11.15 Uhr ist ein Gottesdienst im Zelt vor dem Feuerwehrhaus geplant, für Essen und Trinken ist gesorgt.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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