Hügelgrab in Wiera, eines der schönsten seiner Art, sucht Leute, die es pflegen

Kleinod auf der Lichtung

Historischer Platz auf dem Heidelberg: Wieras Ortsvorsteher Helmut Daub am Hügelgrab, das oberhalb von Wiera ausgeschildert im Wald zu finden ist. Foto: Lache-Elsen

Wiera. Ruhig ist es geworden um das Hügelgrab in Wiera. Das archäologische Kleinod war 1932 bei einer Ausgrabung freigelegt und wissenschaftlich untersucht worden. Über Jahre wurde das Hügelgrab, das auf einer Hinweistafel als „eines der schönsten seiner Art“ beschrieben wird, von Bewuchs freigehalten und gepflegt.

In den 50er-Jahren fanden Fronleichnam am Hügelgrab gesellige Feste fürs Dorf statt, davon zeugt noch eine Schutzhütte. Feste gibt es keine mehr, zwischen dem Hügelgrab und dem umgebenden Steinkreis machen sich Bäumchen breit.

Erst vor kurzem war das Hügelgrab Thema im Ortsbeirat, erzählte der Wieraer Ortsvorsteher Helmut Daub. „Das müsste mal wieder freigemacht werden“, sagte der 63-Jährige auf dem Weg zum Hügelgrab. Zur 800-Jahr-Feier habe man das Hügelgrab wieder freigelegt, das unweit eines Rundweges auf dem Heidelberg auf einer Lichtung im Wald zu finden ist. Daneben gab es Reinigungsaktionen, wenn sich Wiera beispielsweise bei dem Wettbewerb Unser Dorf beteiligte, erzählt Daub.

Über eine lange Zeit wurden auf dem Platz um das Hügelgrab jedes Jahr ein Waldfest gefeiert. Irgendwann wollten die Waldinteressenten dieses Fest nicht mehr ausrichten, erinnert sich Daub. „Wir haben geguckt, ob der der Gesangverein weitermacht, aber das ist nicht gelungen“, sagt Daub. Die Initiatoren hatten auch die Aufgabe, jedes Jahr aufzuräumen und das Gelände in Ordnung zu halten.

Lange Zeit war auch Daub nicht mehr an dem mystischen Ort des Hügelgrabes, das in der Hügelgräberbronzezeit, etwa 1500 bis 1200 vor Christus, entstanden sein soll. Das Hügelgrab fand er in einem guten Zustand vor.

Der Orkan Kyrill, der im Januar 2007 über Deutschland und Europa hinwegfegte, richtete auch auf dem Heidelberg große Schäden an. Nun recken sich vielerorts, auch im Steinkreis um das Hügelgrab, junge Bäume nach oben. „Vielleicht sollten wir das mal zum Anlass nehmen, es wieder in Schuss zu bringen“, meinte Daub während der Ortsbesichtigung. WEITERE ARTIKEL

Von Alexandra Lache-Elsen

Quelle: HNA

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