Stadt strebt Halbierung des CO2-Ausstoß an

Klima: Bis 2030 halb so viel Kohlendioxid

Schwalmstadt. Die Debatte in der Stadtverordnetenversammlung war mindestens so hitzig wie die Klimaerwärmung: Am Ende stimmte das Schwalmstädter Parlament mehrheitlich dafür, eine Hintertür bei den Klimaschutzzielen des Zweckverbandes Schwalm offen zu lassen.

Die im Zweckverband zusammengeschlossenen Kommunen Schwalmstadt, Frielendorf, Gilserberg, Schrecksbach und Willingshausen haben ehrgeizige Ziele: Sie wollen die CO2-Emissionen gegenüber dem Jahr 1990 bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent und bis 2030 um 55 Prozent senken. Allerdings legen sie sich nicht verbindlich darauf fest, sondern „streben“ die Reduzierung nur an.

Für die Grünen-Fraktion war dieser Beschluss zu unverbindlich. „Anstreben lässt Wege für Ausreden offen. Wir scheitern, wenn wir so wachsweich formulieren“, sagte Andreas Eckert (Grüne).

Während die Linke Scheuch-Paschkewitz den Grünen folgte, sahen es die Vertreter von SPD, CDU und FDP anders. „Mit der Brechstange geht das nicht. Aber wenn in zwei Jahren nichts passiert ist, unterstütze ich ihre Position“, sagte Constantin Schmitt (FDP) in Richtung der Grünen. Und Karsten Schenk (CDU) forderte „Augenmaß, damit noch Geld für andere Projekte da ist.“

Bei städischen Bauprojekten sollen künftig die Klimaziele berücksichtigt werden. (bal)

Quelle: HNA

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