Klimawandel: Alle sitzen in einem Boot

So geht’s: Manuel Vollbrecht, Leonard Laabs und Christian Wenck (von links) lernten beim Projekttag, wie man Rapsöl herstellt. Foto: Grob

Homberg. Klimaschutz geht alle an. Um auf die Gefahren des Klimawandels hinzuweisen und mögliche Alternativen aufzuzeigen, haben sich Schüler der achten Klassen der Homberger Theodor-Heuss-Schule mit dem Thema Klimaschutz beschäftigt. Am Dienstag präsentierten sie in der Aula die Ergebnisse.

Dazu kamen Experten des Projekts Klimaboot aus den Bereichen Energieeffizienz, Landwirtschaft, Solarenergie und Recycling an die Schule. Sie widmeten sich mit den Schülern in acht Arbeitsgruppen Themen wie dem Energieverbrauch an ihrer Schule, Nahrungsmitteln aus der Region und dem öffentlichen Nahverkehr als Klima schonende Alternative zum Auto.

„Wir sitzen alle in einem Boot“, sagte Jutta Kühlborn, Biologie- und Chemielehrerin an der Theodor-Heuss-Schule. Der Name des Projekts Klimaboot gehe auf diese Redewendung zurück und verdeutliche die gemeinsame Verantwortung, die alle Menschen für die Umwelt haben. Das Hessische Fachzentrum für Klimawandel und die Evangelische Kirche Kurhessen-Waldeck fördern das Projekt, das junge Menschen auf den drohenden Klimawandel aufmerksam machen will.

Bei den Schülern kam gut an, dass der Projekttag den Schulalltag auflockert, vor allem die praktischen Betätigungen, bei denen sie Solarautos als Modelle bauten und selbst Rapsöl herstellten.

Die Veranstalter erhoffen sich von dem Projekt, dass die Schüler das Gelernte in ihr Handeln übertragen. „Gerade junge Leute sind offen für den Klimaschutz“, sagte Lehrerin Kühlborn.

Auch für die berufliche Zukunft der Schüler spiele der Schutz unserer Umwelt eine Rolle, betonte Medienpädagogin Daniela Rieß vom Klimaboot: „Im Bereich Energie ergeben sich für junge Leute mit Solar- und Photovoltaiktechnik ganz viele neue Berufsfelder. Das wollen wir salonfähiger machen.“

Die Präsentationen machen deutlich, dass in den Köpfen der Schüler jede Menge Informationen hängen geblieben sind. An Stellwänden, in kurzen Filmen und in einem Theaterstück stellten sie ihre Ergebnisse vor.

Manuel Vollbrecht aus Niederbeisheim hat viel gelernt. „Ich wusste, wie man Energie sparen kann. Aber wie man aus Pflanzen Biodiesel herstellt und dass die Reste als Tierfutter verwendet werden, das wusste ich noch nicht,“ sagte der 13-Jährige.

Quelle: HNA

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