Klinikpersonal im Ausstand

Streik: Beschäftigte der Wicker-Kliniken wollen Tarifverhandlungen

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Streik: Die Mitarbeiter der Wicker-Kliniken in Bad Zwesten legten heute abermals die Arbeit nieder. Sie fordern die Aufnahmen von Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft.

Bad Zwesten. Die Beschäftigen der Wicker-Kliniken lassen nicht locker. Am heutigen Dienstag legten etwa 130 Beschäftigten der zwei Bad Zwestener Wicker-Kliniken für einen Tag nieder. Grund: Nach wie vor verweigere ihr Arbeitgeber, Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft aufzunehmen.

Nach Berechnung der Gewerkschaft Verdi lägen die bisher nicht durch Tarifvertrag geregelten Arbeitsbedingungen der nichtärztlichen Wicker-Beschäftigten unter dem Branchenniveau.

In den vergangenen Jahren habe es nach Verdi-Angaben für die Beschäftigten noch nicht einmal einen Inflationsausgleich gegeben. Die Folge: Die Verdienstunterschiede zu anderen Kliniken seien inzwischen riesig, sagte verdi-Verbandsführer Fabian Rehm. „Eine Krankenschwester mit 15-jähriger Berufserfahrung verdient in den Wicker-Kliniken pro Jahr fast 10.000 Euro weniger als nach den in der Branche üblichen Tarifverträgen.“

Beschäftigte der Bad Zwestener Kliniken waren schon im August in den Ausstand getreten. Zuletzt haben die Mitarbeiter von fünf Kliniken des Wicker-Konzerns haben am 2. November mit einem ganztägigen Warnstreik und einer Demonstration in Bad Homburg von ihrem Arbeitgeber die Aufnahme von Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft gefordert.

Dies lehne der Arbeitgeber bisher ab, erklärte Verdi. „Bleibt es dabei werden wir auch in weiteren Wicker-Kliniken zu Streiks aufrufen“, so Verbandsführer Rehm. (ras)

Quelle: HNA

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