Tag des offenen Denkmals: Kostenlose Führungen und zwei Ausstellungen

Von Klosteralltag und Erziehungsheim

Ein Denkmal: Die Klosterkirche Breitenau ist am Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Foto: nh

Guxhagen. Die Gedenkstätte Breitenau beteiligt sich am Tag des offenen Denkmals. Die Gedenkstätte wird daher am Sonntag, 12. September, von 11 bis 17 Uhr geöffnet sein.

Für 11 Uhr und für 14.30 Uhr werden kostenlose Führungen zur Gesamtgeschichte Breitenaus angeboten und dabei die vielfältigen Aspekte der Geschichte erläutert: Vom ehemaligen Benediktinerkloster aus dem 12. Jahrhundert über die Zeit als Arbeitshaus ab dem Ende des 19. Jahrhunderts, dem Konzentrations- und Arbeitserziehungslager während der Zeit des Nationalsozialismus mit Tausenden von Gefangenen, bis hin zum geschlossenen Mädchenerziehungsheim in der Nachkriegszeit und der Entstehung der Gedenkstätte in den 80er-Jahren. Einen besonderen Schwerpunkt wird dabei der Gang durch die ehemalige Klosterkirche einnehmen, in deren Mittelschiff vom Ende des 19. Jahrhunderts, über 100 Jahre hinweg, Menschen eingesperrt waren.

Während der Öffnungszeit ist auch die Dauerausstellung zu besichtigen. Besucher haben außerdem die Möglichkeit, die erste Ausstellung der Gedenkstätte aus dem Jahr 1982 zu sehen, die vorübergehend wieder aufgebaut worden ist. Zusätzlich stehen vielfältige Informationsmaterialien zu einzelnen Gefangenen mit Bezügen zu vielen Orten der nordhessischen Region zur Verfügung.

Im heutigen Kirchenteil der ehemaligen Klosterkirche ist außerdem die Ausstellung „Kloster Breitenau - eine Benediktinerabtei im Wandel der Zeit“ zu sehen, die sich vor allem der Geschichte des ehemaligen Klosters widmet, das von 1113 bis 1527 bestand. Im letzten Teil der Ausstellung wird jedoch auch auf die weitere Entwicklung eingegangen. (bmn) Kontakt: Tel. 05665/3533

Quelle: HNA

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