Die Kindergartenkinder Michael und Julian waren begeistert vom Mathematikum

Kluge Kinder üben Logik

Gemeinsam auf Entdeckungstour: Michael Poser (links) und Julian Langstroff haben alle Stationen des Mini-Mathematikums getestet. Fotos: Quanz

Schwalmstadt. Kaum haben Julian Langstroff und Michael Poser ihre Jacke abgelegt, rannten sie zu ersten Station beim Mini-Mathematikum. Die beiden Fünfjährigen sind gemeinsam in der Sonnengruppe der Kindertagesstätte Hephata und besuchten die Mitmach-Ausstellung.

Als erstes entdeckten die beiden die Seifenblasenstation. Dort konnten sie verschiedene geometrische Formen als Seifenblase formen. „Ich hab ein Dreieck“, sagte Michael und war begeistert. Sofort erkannten sie die geometrischen Formen. Ein Dreieck von einem Quadrat zu unterscheiden fiel ihnen nicht schwer.

Höhenangst im Spiegelhaus

„Das ist cool“, sagte Julian begeistert und blies eine Seifenblase in die Luft. Ausgiebig schaute er sich alle verschiedenen Stäbe mit den Formen an. Michael war da inzwischen schon eine Station weiter. Er stand in der Mitte eines Ringes und zog eine Seifenhaube um sich hoch. Artig standen die Kinder in einer Schlange vor der Station. Streit gab es keinen.

Julian schaute gebannt zu. „Ich will sehen, wie die Seifenhaube platzt“, erzählte er und lachte. Er hatte sichtlich Spaß im Mini-Mathematikum. Es gab soviel zu entdecken an den insgesamt 16 Stationen, dass die beiden Jungs ständig im großen Raum unterwegs waren.

Im Spiegelhäuschen wurde es Julian dann aber doch ein bisschen mulmig. Er war hinein gekrabbelt und er dachte, getäuscht durch die Spiegel, als ginge es steil nach unten. „Ich hab Höhenangst bekommen, es aber dennoch hindurch geschafft“, berichtete der Fünfjährige stolz. Nun rannte er zur Zahnradwand, an der Michael bereits begeistert arbeitete. Die einzelnen Zahnräder sollten so platziert werden, dass sie ineinander greifen und sich alle bewegen, wenn man an einem Rad dreht. Hier waren technisches Verständnis und Logik gefragt.

Das war für die beiden Kindergartenkinder gar kein Problem. Schnell hatten sie alle Räder richtig platziert und Julian begann zu drehen: „So schnell kann gar keiner schauen, wie die sich drehen.“

Hatten sie eine Station getestet, rannten sie auch schon zur nächsten. Begeistert waren sie von der Kugelbahn. Auf zwei gleich langen Strecken testeten sie, wo die Kugel schneller rollt. Während die grüne Bahn gerade nach unten verläuft, hat die rote Bahn eine Wölbung. „Die Kugel auf der roten Bahn ist immer schneller als die andere. Das liegt an der Delle“, erklärte Michael selbstsicher.

Während Julian von der Seifenblasenstation am meisten angetan war, hatte Michael keinen Favoriten. Einig waren sie sich aber darin, dass sie am Liebsten den ganzen Tag im Mini-Mathematikum geblieben wären.

Informationen: Das Mini-Mathematikum ist bis Freitag, 28. Oktober, in den Räumen der Stadtjugendpflege in Treysa, Hundsgasse 3, aufgebaut. Es ist täglich von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Gruppen können auch Vormittags die Ausstellung besuchen, Anmeldung unter 06691/ 918249.

Von Florian Quanz

Quelle: HNA

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