Qualitätsprüfer Karl-Ernst Schmalz bewertete Waren der Bäckerinnung Schwalm-Eder

Knackig soll die Kruste sein

Brotprüfung: von links Wolfgang Scholz (Kreishandwerkerschaft), Dirk Siemon (Kreissparkasse), Olaf Nolte, Obermeister der Bäckerinnung Schwalm-Eder, Gabriele Graf-Weber (Innungskrankenkasse) und Qualitätsprüfer Karl-Ernst Schmalz. Foto: Lache-Elsen

Schwalm-Eder. Wenn ein Brot oder Brötchen durch die Hände von Karl-Ernst Schmalz gegangen ist und eine gute Bewertung bekommen hat, darf der Bäcker zufrieden sein. Schmalz ist einer von deutschlandweit drei Qualitätsprüfern der Bäckerinnungen. Zwei Tage testete der Bäckermeister aus Bocholt rund 100 Brote und Brötchen, die Betriebe der Bäckerinnung Schwalm-Eder eingereicht haben.

Schauplatz der Brotprüfung war die Kreissparkasse Schwalm-Eder in Ziegenhain. Als erstes prüfte Karl-Ernst Schmalz die Form und das Aussehen. Auch die Oberfläche und die Krusteneigenschaft sind ein Qualitätskriterium, erklärte er. Die Lockerheit und das Krumenbild seien wichtig. Krümelt das Weißbrot beispielsweise zu sehr, sollte der Bäcker etwas ändern. „Ich gebe den Bäckern eine Info, wie Fehler minimiert oder ausgeschaltet werden können“, erklärte Schmalz. Weitere Prüfmerkmale seien die Struktur und Elastizität sowie Geruch und natürlich der Geschmack. Auch der Knetprozess, die Zutaten und die Teiglagerung seien für ein gutes Produkt relevant, erklärte er. Die Brotprüfung ist eine freiwillige Sache für Bäcker. Für den ersten Prüftag wurden gestern 47 Brot- und 26 Brötchenproben eingereicht. Das Brot musste 24 Stunden alt sein, ehe es geprüft wurde. Erst dann sei die Schnittfestigkeit gegeben und die Röststoffe ins Innere gezogen, die den Geschmack ausmachen. „Wenn das Brot frisch ist, übertönen der Geruch und die Knusprigkeit den Geschmack“, erklärte der Bäckerinnungs-Obermeister, Olaf Nolte. Brötchen würden dagegen innerhalb sechs Stunden bewertet.

„Wir wollen Leuten zeigen, was das Bäckerhandwerk ausmacht“, sagte Wolfgang Scholz von der Kreishandwerkerschaft. Erstmals beteiligte sich Gabriele Graf-Weber von der Innungskrankenkasse IKK classic aus Dillenburg, die Besuchern Broschüren über gesunde Ernährung und Pausenbrot sowie Brotaufstriche zum Probieren anbot. (alx)

Quelle: HNA

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