Geschenk für Neugeborene: Schneiderin Susanne Zein fertigt lederne Krabbelschuhe für die Ziegenhainer Asklepios-Klinik

Knirpse kommen in die Puschen

Kreativ: Susanne Zein (30), hier mit Tochter Frida, näht die Erstlingsschühchen. Foto: Rose

Treysa. Tochter Frida trägt am liebsten die Puschen mit den knallroten Erdbeeren. Rehe, Herzen und Eulen kommen auf den Lederschühchen ebenfalls schick daher. Richtig mutige Eltern entscheiden sich für die schwarzen Puschen mit dem Totenkopf oder die blau-weiße Variante mit Schalke-Emblem. Susanne Zein ist die Schöpferin der ledernen Krabbelpuschen.

Von ihrer Geschäftsidee begeistert ist auch die Asklepios-Klinik. Denn jedes Neugeborene, das im Klinikum Schwalmstadt das Licht der Welt erblickt, bekommt ein Paar der winzigen Puschen als Geschenk mit nach Hause.

Mit Kind kamen die Ideen

Die gebürtige Stadtallendörferin kommt aus der Modebranche. Dass sie ihre Lehre zur Schneiderin allerdings jemals noch würde brauchen können, das ahnte die 30-Jährige, die sieben Jahre mit dem Aufbau neuer Geschäfte einer großen Modekette beschäftigt war, nicht. Als Töchterchen Frida vor zwei Jahren geboren wurde, begann die junge Mutter, sich über die Füße ihres Kindes Gedanken zu machen: „Ich möchte schon, dass mein Kind modisch und hübsch gekleidet ist. Was mich immer störte, waren die Socken“, erzählt Zein.

Da sich das frühe Tragen von festen Schuhen negativ auf die Fußmuskulatur auswirkt, suchte die Treysaerin nach einer schicken Alternative. Im Second-Hand-Laden entdeckte sie schließlich ein Paar schlichte, unauffällige Puschen aus Leder. Damit war der Eifer der gelernten Schneiderin geweckt. Sie trennte die Schuhe auf und nähte ein erstes, ganz ähnliches Mustermodell.

Schließlich fand Susanne Zein im Internet einen Händler, der in Deutschland gegerbtes, gefärbtes und unbedenkliches Leder anbot: „Das war mir wichtig, schließlich nehmen Babys die Puschen auch mal in den Mund“, sagt sie. Das Leder sei frei von Chrom, Schwermetallen und Fixierern.

Passt mit vier Monaten

Für Asklepios hat die Treysaerin ein Sondermodell entworfen: Die winzigen Puschen in Größe 18 sind cremefarben und tragen ein kleines, grünes Kliniklogo. 500 Stück hat die Klinik für dieses Jahr geordert. „Die Farbe ist neutral gewählt, damit sie Jungs und Mädchen gleichermaßen tragen können“, erklärt Zein. Die Pusche passt dem Nachwuchs im Alter von vier Monaten. Susanne Zein fertigt in ihrer Werkstatt die Schuhe mit der flexiblen Sohle bis zur Größe 29/30. „Die Pusche ist kein Hausschuh, sondern eine Hülle, in der sich der Fuß ungehindert entwickeln kann“, sagt die Mutter. (zsr) • www.fritzys.de

Quelle: HNA

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