Kai Knöpper geht in die zweite Amtszeit als Neuentaler Bürgermeister

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Amtseid abgelegt: Neuentals Bürgermeister Kai Knöpper (Mitte) mit dem Ersten Beigeordneten der Gemeinde, Bernd Schmidt (links), und Parlamentschef Edgar Bruchhäuser.

Neuental. Vorhang auf für die zweite Runde: Neuentals Bürgermeister Kai Knöpper (40) legte am Montag im Parlament für eine weitere Amtsperiode von sechs Jahren den Amtseid ab.

Gegen zwei Mitbewerber hatte er sich bei der Direktwahl im August mit 82,3 Prozent der abgegebenen Stimmen durchgesetzt.

Viele gute Wünsche gab es für den alten und neuen Verwaltungschef. Er musste aber am Montag auch erkennen, dass die Bäume für ihn nicht in den Himmel wachsen.

Für eine von der Verwaltung vorgeschlagene Erhöhung der Abwassergebühren um 65 Cent auf fünf Euro pro Kubikmeter fand Knöpper im Parlament keine Mehrheit. Folgerichtig konnte der Bürgermeister den Etat 2012 noch nicht wie geplant einbringen.

Der Verwaltungschef trug diesen kleinen Hänger mit Fassung und dem ihm eigenen Humor. „Manchmal muss ich mit den Neuentaler Sturköppen zurecht kommen. Aber dafür habt ihr euch ja auch einen Waldecker Dickschädel geholt“, meinte Knöpper, der vor seinem Umzug nach Neuental in Korbach lebte.

„Wir haben es in den vergangenen sechs Jahren geschafft, die politischen Farben rauszuhalten. Deswegen ist das Parlament aber noch lange nicht farblos“, fügte Knöpper (FDP) hinzu.

Das Wahlergebnis habe hohe Erwartungen geweckt. Die werde Kai Knöpper nicht alle erfüllen können, meinte der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Edgar Bruchhäuser. „Das Parlament ist das Maß der Dinge“, sagte er.

Knöppers Stellvertreter, der Erste Beigeordnete Bernd Schmidt (SPD), lobte die unkomplizierte Art des Verwaltungschefs. „Die Neuentaler haben einen Bürgermeister, der auch mal mit anpacken kann, zu Hacke und Schippe greift, ein Zelt aufbaut oder ein Dach abdeckt und der aktiv in der Feuerwehr ist“, sagte er.

Der Erste Kreisbeigeordnete Winfried Becker machte darauf aufmerksam, dass es für Gemeinden immer schwieriger werde, ihren Aufgaben nachzukommen: „Kein Geld in der Tasche, aber für die Menschen gestalten wollen – das ist keine leichte Aufgaben“, meinte er.

Vor diesem Hintergrund wird die Zusammenarbeit der Kommunen immer wichtiger. „Mit dem Zweckverband Schwalm-Eder West sind wir sehr erfolgreich“, sagte Knöppers Amtskollege Günter Schlemmer (Jesberg). Aber hier stoße man auch an Grenzen. Kernaufgaben müsse jede Verwaltung für sich übernehmen.

Gute Wünsche für die zweite Amtsperiode ihres Bürgermeister-Kollegen übermittelten auch Michael Köhler (Bad Zwesten) und Klemens Olbrich (Neukirchen). Die Fraktionssprecher des Neuentaler Parlaments sowie der Personalrat der Gemeindeverwaltung schlossen sich an.

Von Heinz Rohde

Quelle: HNA

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