Im Knüll steppt der Bär

Riesiger Andrang: 2200 Besucher waren beim großen Fest im Wildpark

Alles drehte sich um Meister Petz: Die Bärenfamilie im Wildpark stand am Sonntag klar im Mittelpunkt des Besucherinteresses.

Schwalm-Eder. Nur gut, dass Kinder keine Saugnäpfe an den Augen haben. Die hätten sich nämlich am Sonntag im Wildpark Knüll über Stunden hinweg an den drei Bärenkindern fest gesogen, die da durchs Gehege tobten. Auf die Frage vieler Eltern, ob man denn nicht doch mal langsam weiter gehen könne, kam oft ein entschiedenes „Nein!“ der Kinder, die Meister Petz und dessen Junge bestaunten.

Aber auch viele Besucher, die schon älter als zwölf waren, hatten Mühe, sich vom Anblick der drei kleinen tollpatschigen Bären und deren beeindruckend großen Eltern Balu und Onni zu lösen. Deren Nachwuchs turnte über Baumstämme und schlug sich gut gelaunt die Pranken um die Ohren, um dann fröhlich und im Bärengalopp das Weite zu suchen.

Fotos vom Fest im Wildpark

Bärenfest im Wildpark Knüll in Homberg Allmuthshausen mit riesigem Andrang

Sie gaben beim Bären- und Luchsfest ihr Bestes und setzten sich derart für die Besucher in Szene, als würden sie fürstlich dafür belohnt. Die beiden Luchse Paul und Lucy dagegen sahen dem Trubel, der am Sonntag im Wildpark herrschte, gelassen entgegen und verzogen sich völlig entspannt zum nachmittäglichen Nickerchen ins Unterholz.

30 Helfer waren im Einsatz

2200 Menschen hatten sich an diesem Tag bei prächtigem Frühlingswetter auf den Weg in den Wildpark bei Homberg-Allmuthshausen gemacht. „Der Andrang war so groß wie selten“, sagte Wildparkleiter Dr. Wolfgang Fröhlich. Er zeigte sich rundum zufrieden mit der Veranstaltung, bei der 30 ehrenamtliche und fest angestellte Mitarbeiter im Einsatz waren.

Bei der Wildparkrallye bewiesen die Kinder Bärenkräfte und versuchten, sich wie die Pelztiere an einem Stamm festzuklammern. „Die meisten halten zehn Sekunden durch“, berichtete Helfer Peter Seeck. Tim Schneider (6) aus Gilsa war einer von denen, die tapfer den Stamm umklammert hielten. Andere Kinder balancierten wie die Luchse, fütterten die verfressenen Schafe und Tarpane oder bastelten im Naturzentrum. Langeweile gab es offenbar an keiner Stelle im Wildpark Knüll.

Probleme habe es einzig mit der Parksituation gegeben, sagte Dr. Fröhlich. Zwar habe man zusätzlich Ausweichplätze ausgewiesen, doch waren selbst die am Nachmittag belegt. Trotz des Andrangs herrschte im riesigen Park kein Gedränge: Die Besucher verliefen sich in dessen Weiten – die Bären waren dabei klar der tierische Hit.

Von Claudia Brandau

Quelle: HNA

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