Knüll-Touristik setzt künftig verstärkt auf Besucher mit Motorrädern

Knüllwald/Homberg. Mit dem Motorrad durch die engen Kurven im Knüll brausen: Das ist bei den Touristen immer beliebter. Die Nachfrage im Motorradtourismus steigt im Knüll, zog Birgit Naumann von der Knüll-Touristik Bilanz.

Homberg will weiter mit der Reformation und dem Fachwerk punkten und setzt stärker auf die Zielgruppe der Tagestouristen.

Der Motorradtourismus sorgte mit dafür, dass in Knüllwald die Übernachtungszahlen im Juli 1,5 Prozent besser waren als das Jahr zuvor. Insgesamt sanken die Übernachtungen in Homberg und Knüllwald allerdings um fünf Prozent. Dafür stieg die Zahl der Kurzbesucher um sechs Prozent. Kurzurlaub und Tagestourismus sind weiter die Schwerpunkte der Knüll-Touristik.

Für den Motorradtourismus gebe es keine Klassifizierung, aber einige Hotels im Knüll haben sich auf eine steigende Nachfrage eingerichtet, fügte Michael Will von der Knüll-Touristik hinzu. Diese Zielgruppe sei besonders interessant, weil die Menschen über 50 seien und Geld in der Region ließen", sagte Naumann. Aus den Erfahrungen ziehen die Touristikfachleute den Schluss: Die Motorradfahrer sollen stärker beworben werden.

"Auf den Messen werden wir immer öfter darauf angesprochen", sagte Naumann. Die Motorradkarte mit den Tourenvorschlägen werde ihnen nahezu aus den Händen gerissen. Deshalb war der Knüll auf der Motorradmesse in Dortmund vertreten. Nächstes Jahr soll es auf die Messe nach Utrecht gehen, um den niederländischen Markt einzubeziehen. Der Kurzurlaub betrifft eher Knüllwald, dort ist auch das Wandern noch ein Faktor.

Der Tagestourismus spielt im Knüll eher in den Tagungshäusern eine Rolle, wohingegen die Stadt Homberg mit den Sehenswürdigkeiten trumpfen kann. Im vergangenen Jahr zählte der Tourismusverband 4900 Tagestouristen. Dieses Jahr besuchten bisher 3150 Menschen Homberg, 1400 buchten Stadtführungen. Damit bleiben diese Zahlen gegenüber dem Vorjahr eher konstant, aber der Trend hält an und soll weiter ausgebaut werden.

Die Themen Reformation und Fachwerk rücken in den Mittelpunkt. Viele Zuschüsse fließen zurzeit in das Projekt "Stätte der Reformation", das vom Europäischen Tourismusverbund präsentiert wird. Dafür entwickeln Stadtmarketing und Knüll-Touristik zurzeit Strategien. Ein neuer Aspekt ist das Mitte-Deutschland-Konzept. Damit sollen Durchreisende wie etwa Skandinavier für einen Zwischenstopp in der Region gewonnen werden. (zty)

Quelle: HNA

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