Knüllwald wehrt sich gegen rechte Tendenz

Knüllwald. Die CDU Knüllwald kämpft offenbar mit rechtspopulistischem Gedankengut in ihren eigenen Reihen. Veröffentlicht wurde es in schriftlicher Form.

Das sorgte am Montagabend in der Gemeindevertretersitzung in Oberbeisheim dafür, dass Parlamentsvorsteher Jürgen Jurgilewitsch klar machte, dass die Gemeindevertretung Ausländerfeindlichkeit in jeder Form auf das Schärfste ablehne.

Für diesen Vorstoß gab es Applaus von den meisten Parlamentariern und auch aus den Reihen der Zuhörer.

Veranlasst dazu haben Jurgilewitsch zwei Schriften der CDU Knüllwald um deren Vorsitzende Silke Schelkmann – der Knüll-Kurier und ein Osterbrief – die im Namen der CDU in der Gemeinde verteilt wurden. Bürgermeister Jörg Müller (SPD) distanzierte sich von den Veröffentlichungen der CDU. „Die Wortwahl erinnert an eine Zeit, in der Deutschland über alles gesungen wurde und die Würde des Menschen keine Rolle spielte“, sagte Müller und sprach von einem Schandbrief, der der Gemeinde schade. Dagegen müssten sich alle demokratischen Kräfte wehren. Müller fordert alle, vor allem aber die CDU-Mitglieder, die sich nicht damit identifizieren, sich klar zu positionieren. „Ich erwarte dazu auch eine klare, öffentliche Aussage der CDU auf Kreisebene. Das ist so nicht mehr tragbar, es muss reagiert werden“, betont Müller.

Klar positioniert hatte sich Andreas Werner (CDU) bereits in der Sitzung des Gemeindevorstandes, das betonte Bürgermeister Müller. In dieser Sitzung habe Werner gesagt, dass in der CDU Knüllwald kein Platz für rechtsextremistisches Gedankengut sei.

Leider habe sich herausgestellt, dass das vorbehaltlose Vertrauen der CDU für ganz andere, eigene, niedere Ziele missbraucht werden sollten. Meinungen und Schriften seien einzig auf die Handlungsweise von Einzelpersonen, zurückzuführen, sagte Werner. Er sehe dringend Handlungsbedarf.  

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Quelle: HNA

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