Knüllwalds neue Jugendpflegerin zieht nach Rengshausen um

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Umzugskisten sind gepackt: Knüllwalds Jugendpflegerin Stephanie Wehse hat ihr Büro jetzt in diesem Gebäude in Rengshausen.

Rengshausen. Wer Knüllwalds neue Jugendpflegerin besuchen möchte, muss jetzt nach Rengshausen fahren: Stephanie Wehses Büro befindet sich neuerdings im oberen Stockwerk im Fachwerkbau des Kindergartens Villa Kunterbunt.

Bislang war ihr Büro unter dem Dach der Gemeindeverwaltung in Remsfeld. Mit dem Umzug greift die Gemeinde einer neuen Entwicklung vor und geht einen weiteren Schritt zum Ausbau der Jugendarbeit.

Denn demnächst soll in dem Gebäude ein Jugendhaus entstehen. "Da in dem Gebäude Fördermittel für die Jugendarbeit stecken, soll es auch weiterhin dafür genutzt werden", erklärt Bürgermeister Jörg Müller. Der bislang darin untergebrachte Kindergarten wird im nächsten Jahr in das umgebaute Gemeindehaus nahe der Kirche ziehen.

Problembereiche

Wehse ist seit Mai Jugendpflegerin in Remsfeld. Die Stelle war sieben Jahre lang nicht besetzt. "Wir haben jetzt gehandelt, weil wir auch die Problembereiche angehen wollen", sagte Müller damals. Es gebe unter den Jugendlichen, vor allem in Rengshausen, eine rechte Szene. "Wir müssen das thematisieren und gegensteuern. "Gerade deswegen ist es auch besonders gut, dass Stephanie Wehse Ansprechpartnerin vor Ort ist", fügt er an.

Doch wird Wehse nicht nur in Rengshausen aktiv sein: Um die Jugendlichen aus den 16 Ortsteilen zu erreichen, muss sie viel unterwegs sein. "Ich mache Präventionsarbeit und will damit alle Jugendlichen erreichen", sagt sie.

Die rechte Szene sei dabei die Spitze des Eisbergs. Es gehe ihr um die gesamte Jugendarbeit in Knüllwald, die aufgebaut werden müsse. Viel Arbeit für die 29-Jährige. Neben der organisatorischen Arbeit knüpft sie derzeit vor allem Kontakte. "Ich bin in jedem Ortsteil unterwegs, um mich vorzustellen", sagte sie. Sie besucht Sitzungen der Ortsbeiräte, spricht Jugendliche auf der Straße an und verteilt Visitenkarten. Sie ist im Internet im sozialen Netzwerk Facebook unterwegs, nahezu immer übers Handy erreichbar und verschickt SMS an Jugendliche, deren Handy-nummern sie kennt. So nutzt sie die Kommunikationswege der jungen Menschen.

"Jugendliche verbringen viel Zeit am Computer", sagt sie. Von dort will sie sie hervor locken. Unter anderem mit einer Geocaching-Nacht. In den Ferien machte sie zudem Angebot für junge Leute. Und die kamen gut an. "Die Leute sind froh, dass es diese Arbeit wieder gibt", sagte sie. Das hätten viele Eltern betont. Einige hätten sogar Hilfe angeboten. Offenheit und Kooperation signalisierten auch die Vereine.

Offener Jugendtreff

Ein weiteres Puzzle im neuen Jugendnetzwerk ist der offene Jugendtreff der Berlin-Tiergarten-Schule, den die Jugendpflegerin dienstags anbietet. Denn besonders wichtig ist es ihr, eine Beziehung zu den Jugendlichen aufzubauen und für sie da zu sein.

Von Christine Thiery

Quelle: HNA

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