Knusprig, heiß und lecker

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Sorgte für die richtige Betriebstemperatur: Harald Spangenberg heizte den Backofen an.

Heimarshausen. Als Vollerwerbslandwirt gehört für den Heimarshäuser Harald Spangenberg das frühe Aufstehen zum Alltag. Am Sonntagmorgen stand für ihn jedoch nicht die Versorgung von Haus und Hof auf dem Programm - an diesem Tag war er als Feuermeister der Backhausgemeinschaft aktiv.

Er heizte mit Reisig, das schon vor einem halben Jahr gesammelt und getrocknet worden war, den Ofen im Backhaus an. Nach dem Entfernen der Glut und Erreichen der Betriebstemperatur von rund 360 Grad kamen die beiden aus der Nachbargemeinde Züschen stammenden Bäckermeister Meik und Bernd Kramer zum Einsatz.

Im Vorfeld hatten sie Mengen von Brotteig zubereitet, daraus 400 zwei- sowie vier Pfund schwere Laibe geformt, mit denen sie nach und nach den Backofen bestückten. Gut eine Stunde dauerte der jeweilige Backvorgang, dann waren die ofenfrischen Leckereien für den Nachmittagsverkauf fertig. Für Chefbäcker Meik Kramer war das Backhausfest ein kleines Jubiläum, jedoch eines mit leicht negativem Beigeschmack: „Seit 25 Jahren bin ich schon mit dabei, aber so ein kaltes und regnerisches Fest wie diesmal habe ich aber in dieser Zeit noch nie erlebt.“ Die beiden Bäckermeister backten aber nicht nur Brot, sondern auch Speck- und Zwiebel- sowie in einem mobilen Backofen Flammkuchen. Und trotz des ungünstigen Wetters waren die ofenfrischen Leckereien schnell verkauft.

Vervollständigt wurde das kulinarische Angebot beim von Feuerwehr, Landfrauen, Kirmesburschen und Backhausgemeinschaft organisierten Fest noch von vielen Kuchen und Torten der Heimarshäuser Hausfrauen und von deftiger Gemüsesuppe, die die Elbenberger Feuerwehr in ihrer mobilen Gulaschkanone zum Mittagessen kochte. Begonnen hatte das Backhausfest bereits am Samstag mit einem Seniorennachmittag. Am Sonntagvormittag fand dann ein Zeltgottesdienst statt, der vom Posaunenchor Haddamar mitgestaltet worden war.

Am Nachmittag, beim Verkauf der Backwaren, vergnügten sich die jungen Besucher auf der Hüpfburg oder bereiteten über offenem Feuer Stockbrot zu. Für die Musik sorgte mit Pauken und Trompeten der Musikverein Ungedanken. (zih)

Quelle: HNA

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