Hajo Krüger zeichnet prominente Gäste – Ausstellung auf Schloss Garvensburg

Ein Koch mit spitzem Stift

200 gezeichnete Porträts: Hajo Krüger mit einer Auswahl seiner Bilder, die fast alle auch signiert wurden. Foto: Zerhau

Züschen. Für eine Woche ist das Schloss Garvensburg in Fritzlar-Züschen das Zuhause von internationalen Stars. Skispringer Martin Schmitt gehört dazu, Schauspieler Louis de Funés und Regielegende Alfred Hitchcock. Allerdings treten sie nicht in Person, sondern auf Porträtzeichnungen und Kollagen des Berliner Kochs und Künstler Hans-Joachim Krüger auf.

Geschichten und Anekdoten, wie Hajo Krüger zu den Bildern und den dazugehörigen Autogrammen kam, lieferte der Künstler bei der Ausstellungseröffnung in dieser Woche gleich mit. Denn eigentlich ist Hajo Krüger ein Koch im Berliner Hotel Interkonti. Doch die Malerei sei zu seinem zweiten Standbein geworden, sagte er in Züschen.

Die Ausstellung in der Garvensburg kam mehr oder weniger zufällig zustande. Lars Wetzel, Chefkoch der Garvensburg, kennt Uwe Mitze, der an der Berufsschule in Bad Wildungen Köche unterrichtet. Der wiederum ist mit Hajo Krüger befreundet, der die Ausstellungen bundesweit organisiert.

Diesmal ging es aber nicht um die Kochkunst, sondern um die Porträts. Das Besondere daran ist, dass bis auf zwei Ausnahmen, Andrea Berg und Ex-Papst Josef Ratzinger, alle Arbeiten von Krüger mit der Unterschrift der abgebildeten Prominenten versehen sind. Wie es stellenweise dazu kam, erzählte der Künstler den Besuchern während der Ausstellung.

Die Unterschrift des King of Pop, Michael Jackson, bekam Krüger, als Jacko im Berliner Adlon-Hotel abgestiegen war. Dort passierte die Szene, in der Jackson seinen Sohn über das Balkongeländer hielt und für Schrecken sorgte. Zu diesem Zeitpunkt war Krüger auf dem Gang vor Jacksons Zimmer und übergab dem Management vier Bilder und zwei Schallplattenkollagen zur Unterschrift. Die Poplegende verewigte sich tatsächlich auf den Zeichnungen und Plattencovern.

Ein blaublütiges Autogramm hat Krüger auch von der tödlich verunglückten Lady Diana bekommen, als sie 1995 zum Truppenbesuch in Berlin weilte. Über den mit Krüger befreundeten ehemaligen Berliner Ex-Bürgermeister Eberhard Diepgen ließ er das Bild der Prinzessin überbringen und signieren.

• Ausstellung mit 200 Porträts und Kollagen von berühmten Persönlichkeiten, Schloss Garvensburg, noch bis 16. März; der Eintritt ist frei.

Von Peter Zerhau

Quelle: HNA

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