Angehende Hauswirtschafterin Janina Nehles nahm teil

Kochen, backen, pflegen beim Bundesleistungswettbewerb

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Mit dem Messer am Gemüse: Janina Nehles lernt nicht nur kochen und backen, sondern auch planen und beraten.

Treysa. Janina Nehles ist Managerin: Kochen, backen, waschen, aber auch planen, kalkulieren und beraten – all das muss die 20-Jährige in ihrer Ausbildung zur Hauswirtschafterin unter einen Hut bringen.

Perfektioniert hat Nehles ihre Aufgaben jetzt im Bundesleistungswettbewerb für Auszubildende. Mit 18 anderen angehenden Hauswirtschaftern aus dem Bundesgebiet nahm sie an der 24. Auflage des Wettbewerbs in Göppingen (Baden-Württemberg) teil. Dort belegte sie den achten Platz.

Ausgebildet wird Janina Nehles aus Rosenthal bei Frankenberg im Bereich Zentrale Hauswirtschaft in Hephata. „Meine Schwester ist auch Hauswirtschafterin. Bei ihr habe ich gesehen, wie vielfältig der Beruf ist“, sagt sie. Wie vielfältig, musste Nehles beweisen: Nicht nur theoretisches Wissen aus den Bereichen Ernährung und Hygiene wurde geprüft, vor allem der praktische Teil hatte es in sich.

Arbeiten in Teams

Die jungen Leute bildeten Teams und wurden mit einer Aufgabe konfrontiert, die im Berufsalltag täglich vorkommen könnte. „Wir mussten 15 Kinder einer Lesenacht plus Betreuer verköstigen“, erklärt die 20-Jährige. Ausbilderin Beate Nebel, Leiterin der Zentralen Hauswirtschaft, verdeutlicht: „Es geht nicht nur um einen Arbeitsplan, sondern auch darum, wie man sich als Team zusammen findet.“ Janina Nehles bestätigt, dass das für sie eine Herausforderung war. „Und alles unter den Augen der Juroren. Der Wettbewerb wurde auch fotografisch dokumentiert.“

Präsentiert wurden die Ergebnisse auf einem Buffet: Ofenkartoffeln mit Käsekruste, Trauben-Pinguine, Pizza-Gesichter oder Apfel-Mandel-Crumble. Das Fingerfood kam gut an.

„Es sah alles super aus und hat toll geschmeckt“, bestätigt Beate Nebel die Leistung ihrer Auszubildenden. Ein solcher Wettbewerb sei eine wichtige Erfahrung. „Das Kennenlernen und der Austausch mit Azubis aus anderen Bundesländern ist ein schöner Nebeneffekt“, findet Nebel.

Umgang mit Lebensmitteln

Janina Nehles sagt: „Der Beruf ist für mich genau der Richtige.“ Zuhause habe sie eher ungern gekocht und gebacken, das habe sich mittlerweile geändert. Die Vielfalt sei es, die sie spannend finde. „Ich plane, kalkuliere und bereite Essen zu. Gleichzeitig lerne ich, wie man Wäsche verarbeitet“, erzählt sie. Waschen, bügeln, mangeln, ja sogar die Behandlung von Flecken, gehören zu den Inhalten der Ausbildung.

Besonderen Spaß habe ihr bisher die Arbeit in der Behindertenhilfe gemacht: „Es macht Freude, Bewohnern den richtigen Umgang mit Lebensmitteln und Hygiene-Grundlagen zu vermitteln.“ Im Mai steht für Janina Nehles die Abschlussprüfung an. Wo sie danach arbeiten wird, weiß sie noch nicht: „Hephata hat ihr bereits ein Angebot gemacht“, sagt Nebel.

Quelle: HNA

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