Sternsinger ziehen bis Sonntag auch in der Schwalm wieder von Tür zu Tür

Könige in den Startlöchern

Kinder zeigen Stärke: Das ist das Motto der bundesweiten 53. Sternsinger-Aktion, an der sich auch der Pastoralverbund Maria Hilf beteiligt. Fabian Jaska, Jessica Jaska, Theresa Lippert und Lena Bachmann (von links) sammeln in Treysa Spenden. Foto: Rose

Schwalm. Nicht nur über Form und Farbe ihres Gewandes und der Krone diskutieren angehende Könige mit Ausdauer. Auch wer das Weihrauchfässchen schwenkt, den Stern trägt und die Kreidezeichen über die Tür schreibt – all das will im Kreis der Sternsinger besprochen sein. 14 junge Leute bringen als die Heiligen Drei Könige am Donnerstag den Segen von Haus zu Haus. Mehr als 50 Familien sowie Seniorenheime haben sich allein in Treysa angemeldet, um die Sternsinger zu empfangen. In den kommenden Tagen sind die Kinder in allen Gemeinden des Pastoralverbundes unterwegs, um Spenden zu sammeln.

In Treysa koordinieren Claudia Knieling, Beate Lippert und Martina Plag die Gruppen. Und das ist manchmal alles andere als einfach. „Es gibt vieles zu bedenken“, erklärt Knieling. Etwa, dass ein erfahrener Sternsinger das Weihrauchfass sicher trägt. „Vor zwei Jahren hat mal beim Gruppenfoto auf der Treppe ein Mantel gebrannt“, erzählen die Frauen. Ein paar Tage vor dem Aussendungsgottesdienst am Donnerstag, 9 Uhr, in der katholischen Kirche, laufen auch alle anderen Vorbereitungen auf Hochtouren. Sprüche und Lieder müssen sitzen, ebenso die Umhänge und Pappkronen, mit denen sich die Kinder auf den Weg machen. „Außerdem ist es ist nicht immer einfach, genügend Freiwillige zu finden“, sagt Beate Lippert. „Immerhin investieren die Kinder für die Aktion einen ganzen Tag.“

Für weitere Wege braucht jede Gruppe außerdem einen Betreuer und Fahrer. Engagierte Familien bewirten die Sternsinger mit einem Mittagessen.

Lohn sind Süßigkeiten

Einen Großteil der Strecken absolvieren die Kinder zu Fuß. Bei winterlichen Temperaturen müssen sie sich dafür besonders gut rüsten. „Ich empfehle einen Skianzug. Die Gewänder sind extra großzügig geschnitten – denn frieren soll ja keiner“, sagt Claudia Knieling. Auch die praktischen Taschenwärmer zum Knicken und Thermoskannen mit Tee haben die Sternsinger stets dabei. Sind alle Familien besucht, ist der Tag für die Kinder noch lange nicht zu Ende. „Dann beginnt die große Schlacht – jede Gruppe zählt die Spenden“, erklären die Frauen. „Die Kinder sind unheimlich stolz, wenn möglichst viel für arme Menschen zusammen kommt“, sagt Lippert. Der Lohn der Sternsinger sind Süßigkeiten, die es an den Haustüren gibt. „Jedes Kind nimmt sich jedoch nur das, was es mag. Alles übrige spenden wir seit drei Jahren an die Schwälmer Tafel“, erklärt Claudia Knieling.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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