Kritik am NVV wegen Verkaufsstelle

Körler gegen Karten-Automaten: Gemeindevertreter verabschieden Resolution

Körle. Die Körler CDU- und SPD-Fraktion verabschiedeten eine gemeinsame Resolution zum Erhalt der Verkaufsstelle für NVV-Tickets in Körle.

"Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) hat eine gesellschaftliche Aufgabe und wird daher zurecht stark durch unsere Steuern gefördert", sagte Michael Greiner von der CDU, die die Resolution kurzfristig angestoßen hatte. Damit reagieren die beiden im Parlament vertretenen Fraktionen auf Pläne des Nordhessischen Verkehrsverbundes, die Verkaufsstelle zu schließen.

Die Schließung sei nicht im öffentlichen Interesse und schade dem Standort Körle, sagte Greiner weiter. In den vergangenen Jahren seien in Körle viele Einwohner auf die Tram umgestiegen. Die Einwohner der Gemeinde hätten somit Anteil am Erfolg der Regiotram-Linie nach Kassel.

Gerade ältere Leute hätten mit den Automaten in den Zügen ihre Probleme und könnten nicht erst nach Kassel oder Melsungen fahren, um eine Fahrkarte zu kaufen.

Auch seien die Sondertickets wie Wochen- und Monats-Karte und auch das Wochenend- und Nordhessenticket im Laden viel einfacher zu erhalten. "Es sollte im Interesse des NVV sein, dass auch in Zukunft weiterhin so viele Menschen die umweltfreundlichen Züge nutzten", so Greiner. Die Gemeindevertretung Körle fordert in ihrer Resolution den NVV daher auf, auch weiterhin die Fahrkarten in einem Geschäft in Körle anzubieten.

"Mit Bedauern mussten wir auch feststellen, dass künftig die Regiotram nicht mehr direkt in die Kasseler Innenstadt in die Königstraße fährt", sagte Greiner abschließend.

Man setze sich für Ärztehaus und den Ausbau der Kinderbetreuung aus, um Körle attraktiver zu machen, ein solches Angebot gehöre auch dazu, sagte Michael Oetzel von der SPD. (ddd)

Quelle: HNA

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