Kinderbetreuung und Wasser werden teurer: Körler zahlen bald mehr

Körle. Die Gemeinde Körle muss ihre Einnahmen steigern, um einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen - und nimmt deshalb auch ihre Bewohner künftig stärker in die Pflicht.

So sieht es das Konsolidierungsprogramm vor, das die Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Montagabend beschlossen haben - mit den Stimmen der SPD. Die Mitglieder der CDU-Fraktion enthielten sich bei der Abstimmung (siehe Hintergrund).

Dank des Konsolidierungsprogramms soll sich die Haushaltslage der Gemeinde bereits ab 2016 spürbar verbessern: Wird für 2015 noch ein Defizit von mehr als 150.000 Euro erwartet, könnte im kommenden Jahr ein Haushaltsüberschuss von mehr als 80.000 Euro erreicht werden.

Folgende Punkte sind unter anderem im Konsolidierungsprogramm vorgesehen, das Bürgermeister Mario Gerhold in der Sitzung vorstellte:

Kita-Gebühren 

Eltern in Körle müssen sich ab dem 1. August dieses Jahres auf höhere Kindergartengebühren einstellen. Die Gebühren sollen um zehn Prozent steigen. Damit wolle man sich dem Ziel annähern, dass die Eltern ein Drittel der Kosten für die Kinderbetreuung tragen, erklärte Bürgermeister Gerhold. Derzeit nimmt die Gemeinde jährlich 185.600 Euro für Gebühren und Essensgeld ein - die Gebührenerhöhung bedeutet jährliche Mehreinnahmen von 18.610 Euro.

Wassergebühren

Wegen bevorstehender Sanierungsarbeiten an den Hochbehältern soll zum Jahr 2016 die Wassergebühr erhöht werden. Die Gemeinde rechnet dadurch mit jährlichen Mehreinnahmen von 17.250 Euro.

Gewerbesteuer 

Der Hebesatz für die Gewerbesteuer liegt derzeit bei 350 Prozent, er wurde zuletzt im vergangenen Jahr angehoben. Eine weitere Erhöhung auf 380 Prozent würde Mehreinnahmen von 34.000 Euro pro Jahr bedeuten.

Finanzausgleich 

Der kommunale Finanzausgleich wird der Gemeinde Körle laut Modellrechnung 56.448 Euro Mehreinnahmen pro Jahr bescheren.

Mehr zum Thema in der gedruckten Ausgabe am Mittwoch.

Quelle: HNA

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