Heilfasten entschlackt den Köper, heilt Krankheiten und ist eine Erholung der Seele

Körper und Geist reinigen

Gabriele Göbel

Schwalm-Eder. „Wer stark, gesund und jung bleiben will, sei mäßig, übe den Körper, atme reine Luft und heile sein Weh eher durch fasten als durch Arznei“, meinte vor 2400 Jahren der griechische Arzt Hippokrates. Viele Religionen und Ärzte haben das Fasten von jeher empfohlen und es ist heute noch aktuell. Ist die Fastenzeit im Christentum von Aschermittwoch bis Ostern religiös motiviert, steht beim Heilfasten die Gesundheit im Mittelpunkt.

„Das Heilfasten gibt dem Körper die Möglichkeit, sich von Problemstoffen zu befreien“, erklärte Diplom-Ökotrophologin Gabriele Göbel aus Borken. Der Sinn des Heilfastens liegt in der Reinigung für den Körper und Seele, denn durch die Besinnung auf den Körper kommt der Mensch zur Ruhe. Fasten kann einen Impuls für eine gesündere Ernährung geben.

Durch den Verzicht auf feste Nahrung verarbeitet der Körper überschüssige Depots und Schadstoffe. Das helfe, den Stoffwechsel zu regulieren und den Körper zu regenerieren. Durch das Fehlen des Verdauungsprozesses werde der Körper entlastet. Der Verzicht auf feste Nahrung und Genussmittel für eine begrenzte Zeit sei eine intensive Gesundheitsförderung und Erholung für Körper, Geist und Seele. Ein bis zwei Fastenkuren pro Jahr zur Vorbeugung, lautet ihre Empfehlung.

Doch nicht für alle ist eine Fastenkur geeignet: Kinder, Schwangere, stillende Mütter, Krebspatienten, Dialysepatienten oder Patienten nach Transplantationen sollten nicht fasten, wohingegen das Fasten bei Diabetespatienten, Bluthochdruckpatienten und bei Übergewichtigen einen positiven Effekt haben kann.

Vorbereitung wichtig

#Schon vor dem ersten Fastentag wird die Ernährung umgestellt auf ballaststoffreiche Kost mit Obst und Gemüse sowie viel Flüssigkeit. „Eine gute Fastenvorbereitung ist wichtig“, sagte die Expertin. Nur mit einer Fastenleitung sollte eine Kur begonnen werden, entweder in einer Klinik oder mit Begleitung eines ausgebildeten Fastenleiters.

Nach einer Eingangsuntersuchung wird ein Fastenplan erstellt, tägliche Kontrollen des Blutdrucks und des Urins gehören dazu. Außerdem müsse der Darm gepflegt werden, sonst käme es zu Verstopfung und Gärung. Daher beginnt der erste Fastentag mit Glaubersalz zum Abführen, Einläufe jeden zweiten Tag und Bittersalze sorgen für die Darmreinigung. Getrunken werden Wasser, Kräutertees, Gemüsebrühe, Obst- und Gemüsesäfte, ergänzt durch Magnesium und Calcium.

Nach dem Fasten wird die Ernährung wieder auf feste Nahrung umgestellt. „Die Patienten haben keinen Hunger“, sagte Göbel.

Von Bettina Mangold

Quelle: HNA

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