Essener Künstlerin knüpft mit Ausstellung an Beiseförther Tourismusgeschichte an

Kohlenpott im Wandel

Hat das Ruhrgebiet im Blick: Die Essener Künstlerin Brigitte von der Eltz stellt Aquarellarbeiten in der Kunst- und Kulturmühle aus.

Beiseförth. Vor 50 Jahren suchten Bergleute aus dem Ruhrgebiet frische Luft und Erholung in Beiseförth. Auf dem Höhepunkt des Tourismusbooms im Jahr 1964 zählte der Heimat- und Verkehrsverein nach Archivunterlagen 64 000 Übernachtungen. Auf diese Tradition nimmt nun eine Künstlerin aus Essen auf Einladung der Kunst- und Kulturmühle mit einer Ausstellung Bezug.

Unter der Überschrift „Das Ruhrgebiet im Wandel“ hat Brigitte von der Eltz aus Essen Arbeiten zusammengestellt, die ab heute in der Kulturmühle zu sehen sind. Sie zeichnen den Strukturwandel im Ruhrgebiet nach, von der Industrieproduktion von Kohle und Stahl über stillgelegte Zechen und Werksanlagen bis hin zur Kulturhauptstadt Ruhr 2010.

Die Aquarellbilder beschreiben, wie die Natur die ehemalige Industrielandschaft im Ruhrgebiet zurückerobert. Dabei greift die Künstlerin Räume und Orte wie etwa das Weltkulturerbe Zeche und Kokerei Zollverein auf.

„Mich reizt der Kontrast zwischen dem Rostigen, dem Alten der Dinge und die Leichtigkeit und Transparenz der Technik Aquarell“, teilte die Künstlerin der Kulturwerkstatt mit. In ihren abstrakten Exponaten dagegen fange sie Stimmungen und Erinnerungen aus ihrer Kindheit und Jugend in Essen und der Umgebung ein. Gerüche, Geräusche, Schmutz spielten eine wichtige Rolle bei der Umsetzung des Themas Strukturwandel im Ruhrgebiet. (lgr)

Öffnungszeiten: Die Ausstellung ist vom 3. bis 5. September in der Kunst- und Kulturmühle zu sehen, und zwar heute ab 18 und Samstag und Sonntag von 15 bis 18 Uhr. Die Künstlerin ist anwesend.

Quelle: HNA

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