Stehender Festzug mit über 100 Ständen ist der Höhepunkt der 850-Jahr-Feier

Kohlköpfe weisen den Weg

Schöne Idee, um die Stände zu identifizieren: hinten von links Antje Lewandowski, Harald Latza, Sabrina Helferich, Tatjana Schuler, Sabine Mosebach und vorne von links Kathrin Hartung, Sandra Hagemann und Lydia Keim. Foto:  Wüstemann

Ostheim. Wer einen guten Überblick über Ostheim und seine Umgebung haben will, kann am Sonntag, 2. September, in die Luft gehen – per Hubschrauber. Das bieten die Ostheimer ihren Gästen, die das Dorfjubiläum besuchen. Doch nicht nur aus der Luft lässt sich vieles sehen, noch besser und detaillierter lässt sich der Stehende Festzug zu Fuß erkunden.

Bei der Orientierung hilft die Festschrift. Die gibt es kostenfrei an den Kassen und Eingängen. Und die Kohlkippen, wie der Spitzname der Ostheimer lautet, haben sich noch etwas in Sachen Orientierung einfallen lassen. Jeder der 101 Stände erhält einen Baumstamm mit einem Kohlkopf und Nummer.

Die Kohlkippen – weil die Ostheimer offenbar gerne Kohl vom Acker klauten – haben aber noch eine andere Besonderheit zu bieten: Den Basalt- und Braunkohleabbau. An den erinnern, wie berichtet, die beiden Loren. Beim Fest wird Braunkohle aber noch anders thematisiert: Das Bergbaumuseum Borken baut in der alten Ostheimer Bäckerei einen Erlebnisstollen, in dem Kinder die dort untergebrachten Exponate sehen und erfühlen können.

Bergbau-Stollen

Auf dem Hof Otto hinter der Sporthalle baut der Bergmann-Verein einen Stollen mit Original-Exponaten nach. Der Stollen ist etwa zehn Meter lang, dreieinhalb Meter breit und ist etwas für Erwachsene. Gleich anschließend gibt es eine kleine Bilder-Ausstellung über den früheren Tagebau in Ostheim. Die Hauptausstellung mit großformatigen Bildern des Dorfes ist in der Scheune des Hofes Ackermann zu sehen.

Die Kirmesburschen stellen mit Fotos und Ständchenkapelle eine Kirmes nach und verkaufen Getränke. Essen und Trinken gibt es auch an anderen Stellen entlang der Festtagsstraße, außerdem eine größere und eine kleinere Aktionsbühne. Da ist zum Beispiel eine Trommlergruppe unterwegs, stündlich fährt ein Ochsengespann, Jonglage und Musik unterhalten die Gäste.

Auf ein Festzelt verzichten die Ostheimer. Dafür steht die Hochlandhalle zur Verfügung. Ansonsten reicht das Angebot vom Kinderparadies am Lindenring über Informationsstände bis zum Handwerk, von Tieren über Schmuck bis zu Fabelwesen aus Filz. Weil die Firma Höhle mit ihren Nutz- und Landmaschinen mitmacht, sich aber außerhalb des dörflichen Festgeländes befindet, bietet sie ihren Höhle-Express an.

Selbstverständlich gibt es auch Toiletten. Die an der Kirche ist behindertengerecht.

Kassen befinden sich an den Ortseingängen von Sipperhausen und Mosheim, im Bruchweg und in der Rittergasse sowie am Ortseingang vom Kreisel her kommend. Vor allen Kassen, außer vor der in der Rittergasse, gibt es Parkplätze für die Autos der Besucher. (bmn) Kartenvorverkauf: bei Sabrina Helferich, Tel. 05661/910664, Günther Röse, Tel. 05661/6895, Hofladen Ackermann, Tel. 05661/817 Eintritt: Freitag 5 Euro, Samstag 6 Euro, Sonntag 3 Euro, Dauerkarte für alle drei Tage 10 Euro

Quelle: HNA

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