Kommentar zum ärztlichen Bereitschaftsdienst: Personal reicht nicht

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Homberg. Ein Patient aus Homberg ist beim ärztlichen Bereitschaftsdienst auf Hindernisse gestoßen. Dazu ein Kommentar von HNA-Redakteur Heinz Rohde.

Das Beispiel des Hombergers, der mit heftigen Rückenschmerzen erst nach Wartezeiten und auf Umwegen Hilfe bekam, ist wahrscheinlich ein drastischer Einzelfall.

Es zeigt aber gleichwohl, wo die Probleme des neuen Ärztlichen Bereitschaftsdienstes (ÄBD) liegen. Für viele Menschen ist die Neuerung nur schwer zu durchschauen, manche sind auch überfordert, wenn sie am Telefon einschätzen sollen, wie ernst ihre Erkrankung ist.

Die Wege zu den Zentralen des Bereitschaftsdienstes sind lang. Ein Patient, der etwa von Knüllwald nach Fritzlar fahren soll, wird sich das zweimal überlegen. Und ein einzelner Arzt, der zu Hausbesuchen ausrücken kann, wird dieses Gebiet nicht zufriedenstellend abdecken können. Da erscheint es sinnvoll, dafür mindestens zwei Ärzte einzusetzen. Das würde auch die Situation in den ÄBD-Zentralen entspannen und die Wartezeiten dort verkürzen.

Über Wartezeiten klagen auch immer wieder einmal Patienten, die telefonisch die Dispozentrale erreichen wollen. Personell muss also nachgelegt werden.

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Quelle: HNA

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