Kommentar zur Diskussion über die Waldbühne: Konsequenzen tragen

Unser Mitarbeiter Jürgen von Polier kommentiert den Sturm im Wasserglas, den Facebooknutzer entfacht haben, weil die Waldbühne trotz Regenvorhersage Robin Hood gespielt hat.

Kürzlich habe ich als Reporter vom Wacken-Open-Air berichtet. Einer Musik-Veranstaltung in Schleswig-Holstein. 75.000 Fans reisen jährlich dorthin, um sich Auftritte weltbekannter Bands anzusehen. In Wacken sind bereits am ersten Tag Gäste abgereist, weil dort 35 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen sind und kein einziges Fleckchen Erde von Schlamm verschont blieb. Die abgereisten Gäste hatten dort 180 Euro pro Karte bezahlt. Das ist mehr als das Zehnfache dessen, was man an Eintritt für eine Veranstaltung der Waldbühne bezahlt.

Die Besucher beider Veranstaltungen wussten, was auf sie zukommt. Die Warnungen des Deutschen Wetterdienstes waren in Radio, Zeitung, Fernsehen und Internet zu lesen. Wenn das passiert, kann ein Veranstalter nichts anderes tun, als seine Besucher zu informieren und dafür zu sorgen, dass jeder die Veranstaltung unbeschadet besuchen kann. Dieser Aufgabe sind auch die Veranstalter der Waldbühne gerecht geworden.

Wer als Besucher dann entscheidet, seine Karte verfallen zu lassen, der muss auch die Konsequenzen seiner Entscheidung tragen.

Lesen Sie auch:

- Facebook-Nutzer greifen Waldbühnen-Akteure wegen Regen an

Quelle: HNA

Kommentare