Toleranz ist gefordert

Kommentar zu Fritzlarer Hubschraubern: "Frühzeitig informieren"

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Olaf Dellit

Bis 2017 soll sich die Zahl der Trainingsflüge mit Kampfhubschraubern rund um Fritzlar im Vergleich zu 2011 verdoppeln. Das in erster Linie für ziemlich viel Lärm und verärgerte Anwohner. Ein Kommentar von HNA-Redakteur Olaf Dellit.

Die Freude war groß in Fritzlar, als klar wurde, dass der Bundeswehrstandort zwar nicht ungeschoren, aber glimpflich davon kam. Denn für die Domstadt und ihre Umgebung sind die Heeresflieger nicht nur ein Imagegewinn, sondern vor allem ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.

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Doch ähnlich wie große industrielle Arbeitgeber hat auch die Bundeswehr ihre Schattenseiten für die Region. Dazu gehört in allererster Linie der Fluglärm, den die Hubschrauber verursachen. Schon die alten BO 105 waren unüberhörbar, und die neuen Kampfhubschrauber sind noch ein gutes Stück lauter.

Das eine, die Wirtschaftskraft und die Arbeitsplätze, ist aber ohne das andere, den Lärm nämlich, schlicht und einfach nicht zu haben. Da ist von den Anwohnern Toleranz gefordert. Mindestens genauso gefordert ist aber die Bundeswehr selbst. Sie muss frühzeitig und transparent über das informieren, was am Standort passiert. Das Treffen mit den betroffenen Bürgermeistern war dazu ein erster, richtiger Schritt.

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Quelle: HNA

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