Rätsel um Zettel in neuem Kleidungsstück

Kommentar zum Hilferuf in Hosentasche: "Augen auf beim Kleiderkauf"

Jasmin Paul

Willingshausen/Kassel. Wann und wie der Hilferuf-Zettel in die Jeans der Kundin Sabine Scholl geraten ist, bleibt offen: "Helfen Sie kambodschanischen Kindern" war darauf in englischer Sprache notiert. Ein Kommentar von Jasmin Paul darüber, dass Unternehmen und ihre Kunden Verantwortung tragen:

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Eine Jeans für neun Euro, ein T-Shirt für drei Euro - Modeunternehmen unterbieten sich mit Billigangeboten. Unter welchen Arbeitsbedingungen Textilien jedoch gefertigt werden, darüber zerbricht sich der Kunde selten den Kopf. Bangladesch und Kambodscha sind schließlich weit weg. Und man hat selbst genug Probleme.

Doch es gibt sie: Menschen, die mit Notruf-Zetteln wie jenem aus der Schwälmer Jeans auf Kinderarbeit und Ausbeutung in den Fabriken renommierter Modehäuser aufmerksam machen. Die Gründe für derartige Einzelaktionen bleiben im Dunkeln.

Was allerdings bleibt ist, dass es Kinderarbeit, unfaire Löhne und menschenunwürdige Arbeitsbedingungen gibt. Doch an diesem Punkt kann jeder aktiv werden.

Im besten Fall schaut man als Kunde beim nächsten Einkauf im Modehaus seiner Wahl ganz genau hin, was man dort eigentlich kauft und zu welchem Preis.

Quelle: HNA

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