Kommentar zum Hungerstreik der Sicherungsverwahrten: „Alles nur heiße Luft“

Sylke Grede

Sicherungsverwahrte aus Schwalmstadt, die zurzeit in der JVA-Weiterstadt untergebracht sind, haben einen Hungerstreiks angekündigt. Alles nur heiße Luft, sagt HNA-Redakteurin Sylke Grede. Ein Kommentar.

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Hungerstreik im Gefängnis – eigentlich eine Aktion hinter dicken Mauern, ohne große Öffentlichkeit. Die Schwalmstädter Sicherungsverwahrten in Weiterstadt wollen möglichst lautstark auf eine aus ihrer Sicht unrechtmäßige Situation aufmerksam machen. Dabei sollte man eines nicht aus dem Blick verlieren: Sie sind Mörder, Vergewaltiger und Räuber, die trotz Verbüßung ihrer Straftat immer noch als hochgefährlich gelten.

Die Reform der Sicherungsverwahrung sieht vor, dass sich die Unterbringung der Gewaltverbrecher mit schlechter Prognose deutlich von der Strafhaft unterscheiden soll. Dem entspricht man mit mehr Wohnraum und einem erweiterten Therapie- und Freizeitangebot in der Übergangslösung in Weiterstadt bereits genauso, wie das in der künftigen Sicherungsverwahrung in Schwalmstadt der Fall sein wird.

Den Regierungswechsel in Wiesbaden nutzen die Sicherungsverwahrten einfach als Chance, um auf sich aufmerksam zu machen. Tatsächlich ist es aber nur heiße Luft.

Quelle: HNA

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