Melsunger Dienstleistungszentrum wurde heute vor 100 Tagen eröffnet

„Es kommt sehr gut an“

Alles unter einem Dach: Seit Anfang November kann man im Interkommunalen Dienstleistungszentrum Am Sand viele Behördengänge in einem Gebäude erledigen.

Melsungen. Autos zulassen, Pässe beantragen, Müllsäcke abholen, heiraten – das und vieles andere ist seit 100 Tagen im neuen Melsunger Dienstleistungszentrum Am Sand möglich. Zeit für eine erste Bilanz.

„Es läuft“, sagt Ordnungsamtsleiter Roland Schmidt. Bürgermeister Dieter Runzheimer und Renate Ellrich, Teamleiterin des Bürgerbüros, können da nur zustimmen. Die neuen, hellen und vor allem barrierefreien Räume des Dienstleistungszentrum kommen bei Bürgern und Mitarbeitern sehr gut an, sagt Runzheimer. Sehr gut werden auch die erweiterten Öffnungszeiten der Zulassungsstelle angenommen. Rund zehn Prozent mehr Zulassungen registrierten die Mitarbeiter. Besonders beliebt sind die Samstagöffnungszeiten. Zwischen 15 und 20 Zulassungen pro Samstag zählt Jürgen Käfer, Leiter der Zulassungsstelle.

Auch das neue Trau- und Sitzungszimmer im Giebel des Dienstleistungszentrums findet Anklang bei den Heiratswilligen. Otto Günther und Carola Schwarz vom Standesamt sagen, dass sich die Zahl derer, die im Rathaus heiraten, und derer, die das Trauzimmer im Dienstleistungszentrum wählen, in etwa die Waage halte.

Die Seniorenbeauftrage Maren Feldhaus sagt nach 100 Tagen: „Es ist zwar seltener geworden, dass die Leute eben mal kurz zum Schnuddeln bei mir vorbei schauen, aber die Veranstaltungen sind besser besucht als bisher.“ Was Feldhaus auf die guten Parkmöglichkeiten und die Barrierefreiheit des Gebäudes zurückführt.

Und noch einen Vorteil hat der neue Standort, sagt Feldhaus. Die Seniorenbeauftragte teilt sich jetzt ein Büro mit der Ehrenamtsagentur, dadurch sei gewährleistet, dass auch außerhalb der Agentursprechzeiten ein Ansprechpartner zur Verfügung stehe.

Neben allem Positiven gab und gibt es aber auch noch das ein oder andere zu korrigieren, sagt Roland Schmidt. So sei in der ersten Zeit einige Male die Eingangstür kaputt gewesen und auch mit der Holzpelletheizung sei nicht immer alles glatt gelaufen. Erst vor kurzem war sie für zwei Tage ausgefallen. So manche Verbesserungsmöglichkeit, sagt der Ordnungsamtsleiter, sei auch erst im laufenden Betrieb aufgefallen. Etwa, dass Pfeile auf der Anzeigetafel für die Zulassungsstelle die Orientierung erleichtern oder dass im Bürgerbüro noch der eine oder andere Sichtschutz nötig war.

Nachts leuchten LED-Lampen

Ein Thema ist derzeit noch die nächtliche Beleuchtung des Gebäudes. In den Giebelfenstern erleuchten im Dunkeln kleine LED-Leuchten das Haus. „Es soll auch nachts suggeriert werden, dass es ein helles Haus ist“, sagt Bürgermeister Dieter Runzheimer. Energieverschwendung meinen manche.

„Wir verschwenden keine Energie“, sagt der Bürgermeister. Die acht kleinen LED-Leuchten bräuchten zusammen gerade mal 20 Watt. Dennoch denke man darüber nach, ob es da noch etwas gibt, das man anders machen könne. Klar ist nur: „Dunkel sollte das Haus nicht sein.“ (kam)

Quelle: HNA

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