Kommunen für Kinder unter drei Jahren bereit

Wolfhager Land. Gelassen sehen die Städte und Gemeinden im Altkreis Wolfhagen dem Rechtsanspruch der Eltern auf einen U-3-Platz im Kindergarten entgegen.

Die Vorbereitungen dafür laufen derzeit auf Hochtouren. Während für die Zwei- bis Dreijährigen schon länger Plätze zur Verfügung stehen, sind es die Einjährigen, die den Verantwortlichen in den Rathäusern Kopfzerbrechen bereiten.

„Die Einjährigen mit ihren speziellen Bedürfnissen sind eine echte Herausforderung“, sagt Naumburgs Bürgermeister Stefan Hable. In Elbenberg soll eine zentrale Gruppe für die Jüngsten eingerichtet werden. Insgesamt hätten in der Stadt 25 Kinder unter zwei Jahren einen Anspruch auf einen Krippenplatz. Die Stadt rechnet mit maximal zehn tatsächlichen Anmeldungen.

Die Bedarfsplanung ist laut Bad Emstals Bürgermeister Ralf Pfeiffer das Schwierigste an der Erfüllung des Rechtsanspruches. „Wir können kaum abschätzen, wie viele Kinder kommen.“ Dennoch befinde man sich derzeit in der heißen Planungsphase. In Bad Emstal arbeitet man mit dem Roten Kreuz zusammen.

„Wir bauen derzeit um und schaffen unter anderem einen Ruheraum für die Kleinen“, sagt Walter Schmand von der Gemeinde Breuna. Zentral wird in Wettesingen eine U-3-Gruppe in Kooperation mit der Kirchengemeinde geschaffen. Ein ähnliches Modell plant Habichtswald. „Wir haben jetzt einen Bedarfsplan aufgestellt. Die Kapazitäten in der Gemeinde sind für die Jüngsten ausreichend“, erklärt Bürgermeister Thomas Raue.

In Zierenberg sollen Mittel für eine weitere Kindergartengruppe im Etat eingestellt werden. Laut Bürgermeister Stefan Denn seien 10 bis 15 neue Plätze geplant. In Wolfhagen will man zweigleisig fahren, sagt Sachbearbeiter Kai Liebig. So sei eine Krippengruppe im neuen Kultur- und Sozialzentrum geplant. Außerdem wolle man die Tagesmutterbörse ausbauen.

Quelle: HNA

Kommentare