Ein schöner Schwede

Komödie eröffnete die Melsunger Theatersaison – 300 Abonnements bereits verkauft

Niemand ist der, der er zu sein vorgibt: In der Komödie „Ein schöner Schwede“ ging es am Donnerstagabend sehr unterhaltsam zu. Von links Sibylle Nicolai, Astrid Straßburger, Kalle Pohl und Bálint Walter. Foto:  Dürr

Melsungen. Mit der Komödie „Ein schöner Schwede“ von Laurence Jyl wurde am Donnerstagabend die Theatersaison in Melsungen eröffnet. Die Komödie am Altstadtmarkt in Braunschweig gab ein Gastspiel, das die Zuschauer mit sich jagenden Pointen und einem brillanten Schauspielteam bestens unterhielt.

Kalle Pohl, bekannt aus der RTL-Sendung „Sieben Tage, sieben Köpfe“, hatte die Hauptrolle des schönen Schweden Hermann übernommen und zeigte sich als vielseitiger Schauspieler. Astrid Straßburger spielte die Denise, Bálint Walter gab Paul aus der Schweiz und Sibylle Nicolai trat als Beatrice auf.

Björn Borg sah anders aus

Unter der Regie von Dominik Paetzholdt erlebten die Besucher eine turbulente Verwechslungskomödie, in der nichts so war, wie es anfangs noch zu sein schien. Da bestellte sich Denise bei einem Escortservice in allerletzter Minute einen Mann als Begleiter für ihre Party. Denn sie hat Gäste eingeladen – allerdings ins Haus von Beatrice, ihrer Chefin, in dem sie doch nur die Blumen gießen sollte. Da Denise für den Tennisprofi Björn Borg schwärmt, soll der Begleiter unbedingt ein Schwede sein.

So kommt dann Hermann ins Haus und ins Spiel, der Denises Bild von einem schönen Schweden so gar nicht entspricht. Dennoch arrangiert sie sich mit ihm, der erst als depressiver Mensch auftritt, dann aber immer mehr die Regie des Abends übernimmt. Die eigentlichen Gäste sagen zwar ab, aber plötzlich steht Hausbesitzerin Beatrice mit Paul vor der Türe.

Da keiner zugeben möchte, wer er wirklich ist, entwickeln sich turbulente Szenen. Hermann wird für einen berühmten Professor der Sexualethik gehalten, Paul mimt den dümmlichen Liebhaber und Beatrice spielt das Spiel mit, weil sie Paul nur gemietet hat.

So hatte das Publikum viel zu lachen, bis am Ende Hermann und Denise erkennen, dass sie sich längst ineinander verliebt haben. Lang anhaltender Beifall für einen unterhaltsamen Theaterabend. 

Von Agnes Dürr

Quelle: HNA

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