Spielplatz: Arbeitskreis Dorferneuerung und Fraktionen suchen Lösungen

Kompromiss ist der Weg

Sperrvermerk dürfte bald aufgehoben werden: Wenn die Parlamentarier am 25. April grünes Licht geben, könnte die Sanierung des Schorbacher Spielplatzes im Sommer beginnen. Foto: Rose

Schorbach. Die Schorbacher blicken optimistisch, wenn auch weiterhin kritisch auf das Vorhaben Dorferneuerung. Am Mittwoch trafen sich Mitglieder des Arbeitskreises und Fraktionsmitglieder zu einer Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus. Karin Burk, zuständige Sachbearbeiterin beim Kreis, erläuterte den Stand des Verfahrens, Architekt Albert Hess klärte über Eigenleistungen und Einsparpotentiale auf. Moderiert wurde der Abend von Bürgermeister Norbert Miltz. Wie bereits berichtet, hatte ein mehrheitlich im Parlament durchgesetzter Sperrvermerk in Sachen Spielplatzsanierung beim Arbeitskreis für erheblichen Ärger gesorgt.

Veranschlagt waren für die Sanierung 80 000 Euro. Da aber bereits 6000 Euro für Planungsarbeiten ausgegeben wurden, blieben etwa 74 000 Euro übrig, erläuterte Hess. Er sei aber optimistisch, dass die Schorbacher durch Eigenleistungen die Summe deutlich reduzieren könnten. Möglich sei dies jedoch, auch im Hinblick auf spätere Gewährleistungen, nicht bei allen Arbeiten. „Gewisse Kompromisse müssen wir eingehen“, sagte Hess. Denkbar sei, dass die Schorbacher bei der Rodung der Sträucher, beim Abbau der Geräte sowie bei Stein- und Pflasterarbeiten, der Rasenaussaat mitanpacken könnten.

Um Geld einzusparen, stand ein weiteres Mal der Weg zum Dorfgemeinschaftshaus zur Diskussion. Da zu einem späteren Zeitpunkt die Trockenlegung des Gebäudes anstehe, einigte man sich auf einen provisorischen Weg. Als schwierig schätzte Karin Burg den Bodenaushub des Geländes ein. „Bei einem Höhenunterschied von 3,10 Metern ist das eine heikle Geschichte.“ Sie empfahl, die Erdarbeiten von einer Firma machen zu lassen. „Ich schätze, wir bewegen uns dank der Eigenleistung in Richtung der 65 000 Euro“, erklärte Hess. Heiner Stumpf (UWG) signalisierte, dass man nun alles auf den parlamentarischen Weg bringen könnte, stellte aber klar: „Mit den Verzögerungen hat das Parlament nichts zu tun.“ Es sei aber realistisch, dass mit der Sanierung noch im Sommer begonnen werden könne, sagte Burk.

Michael Röhrig (FWG) bat jedoch trotz der Einigung, „hier nichts zu verharmlosen“. Immerhin stehe der Arbeitskreis ohne Vorsitzende da. „Wir müssen erst wieder auf die Beine kommen.“ Bereitschaft signalisierte an dieser Stelle der Ortsbeirat. Er übernahm die Aufgabe kommissarisch. „Das finde ich gut“, sagte Miltz. Schließlich brauche man verlässliche Ansprechpartner im Ort.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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