Fast alle evangelischen Jugendlichen lassen sich einsegnen

Die Konfirmation bleibt ein Erfolgsmodell

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Konfirmanden bei einem Spiel auf Konfirmandenfreizeit.

Schwalm-Eder. Im Kernland der evangelischen Konfirmation ist das Interesse ungebrochen: Seit der Ziegenhainer Kirchenzuchtordnung von 1539 wird die Konfirmation gefeiert.

Auch in diesem Jahr werden und wurden zwischen dem Sonntag nach Ostern und spätestens Pfingsten viele Hundert Mädchen und Jungen im Landkreis konfirmiert.

„Die Konfirmandenarbeit ist nach wie vor ein Erfolgsmodell“, sagt Pfarrerin Claudia Rudolff von der Evangelischen Landeskirche Kurhessen-Waldeck. 90 Prozent der meist 14-Jährigen evangelisch Getauften lassen sich konfirmieren, „auf dem Land bisweilen 100 Prozent“. Die genaue Zahl steht für dieses Jahr noch nicht fest, doch sie wird der des Vorjahres ähneln, als kreisweit über 1500 junge Leute vor den Tisch des Herrn traten. 2010 waren es über 1400, in dem Jahr davor wiederum über 1500.

Von einem ungebrochenen Trend spricht auch Dekan Christian Wachter (Kirchenkreis Ziegenhain). Neben dem damit verbundenen Familienfest, den Geschenken und den Erfahrungen mit dem Glauben gehe es um „Erfahrungen in der Gruppe unter Gleichaltrigen“, so Wachter. „Im Konfirmandenunterricht gehen wir weg vom Frontalunterricht, hin zu Erlebnispädagogik.“ Für diejenigen, die sich im Zusammenhang mit der Konfirmation taufen lassen, werde der Konfirmations- zum Taufunterricht. Das waren 2011 in unseren vier Kirchenkreisen 35 Jugendliche (2010: 36).

Mindestens 80 Stunden umfasst der Unterricht innerhalb der Landeskirche. Mancherorts werden die in einem Jahr erteilt, aber auch die Spreizung über eineinhalb und zwei Jahre ist üblich. In den 8. Klassen verzichten die meisten Schulen dazu auf Nachmittagsunterricht am Dienstag. Eine besondere Variante stellt die Teilung in eine Vorkonfirmandenzeit in der 3. Klasse und die Hauptkonfirmandenzeit in der 8. Klasse dar.

Von Anne Quehl

Quelle: HNA

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