Wolfhager Kita Landgrafenstraße

Gewaltprävention für Erzieherinnen: Konflikte friedlich lösen

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Gewalt ist kein Mittel: Trainerin Helga Gutzke sowie die beiden Handpuppen „Ruhige Schnecke“ und „Wilder Willi“ führten die Erzieherinnen des Wolfhager Kindergartens „Haus der kleinen Füße“ durch das Gewaltpräventationsprogramm Faustlos.

Wolfhagen. Helga Gutzke, Trainerin des Heidelberger Präventionszentrums, führte die Erzieherinnen des einzigen Wolfhager Ganztagskindergartens „Haus der kleinen Füße“ in der Landgrafenstraße durch das Schulungsprogramm Faustlos mit der speziell für Kindergärten (Kiga) sowie Kindertagesstätten (Kita) zugeschnittenen Thematik Gewaltprävention.

Die beiden Handpuppen „Ruhige Schnecke“ sowie „Wilder Willi“ waren dabei ständige Begleiter für das Personal der Kita mit 140 Betreuungsplätzen in acht Gruppen. Denn Gewalt und Aggression unter Kindern ist in der jüngsten Vergangenheit immer mehr in das Zentrum der Öffentlichkeit und der wissenschaftlichen Diskussion gerückt.

Schärfe nimmt zu

Qualität und Schärfe der Gewalttätigkeiten, so war zu erfahren, erhöhen sich stetig, und die betroffenen Kinder werden immer jünger. Gewalt, Aggressionen, Ärger und Wut machen auch nicht vor Kindergärten und Kindertagesstätten halt. Kursleiterin Helga Gutzke: „Gewalt in jeglicher Form darf man nicht geschehen lassen, man muss ihr mit aller Macht entgegentreten. Dies gilt nicht nur für die kriegerische Gewalt, dies gilt vor allem für alle Formen der Gewalt, die in den Familien und in unserem unmittelbaren Umfeld tagtäglich passieren.“

Spezielle Schulung

Auch Kinder und Jugendliche können sich zu Tätern entwickeln, wenn sie in ihrem familiären und persönlichen Umfeld in Konfliktsituationen keine adäquaten Lösungsmodelle erlernt haben und dann in bedrohlichen Situationen gewalttätig reagieren.

Mit dem Faustlos-Gewaltpräventivprogramm werden Kiga- und Kita-Erzieherinnen gezielt geschult und gefördert. Ziel ist es, dass sie den Umgang mit heftigen Gefühlen bei Kindern und Jugendlichen gewachsen sind und ihnen entgegenwirken können.

„Faustlos“, so Helga Gutzke weiter, „ist mehr als Gewaltprävention, da allgemeine sozial-emotionale Kompetenzen vermittelt werden.“

Von Reinhard Michl

Quelle: HNA

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