Fragebogenaktion: Ein Dorfladen in und für Konnefeld?

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Häuschen für den Dorfladen: Direkt am Dorfgemeinschaftshaus gelegen bietet sich der einstige Raum für die Jugendfeuerwehr für die neue Nutzung an. Ob es etwas wird mit einem Dorfladen, entscheiden die Konnefelder.

Konnefeld. Wem Zucker oder Salz ausgegangenen ist, kann sich als Konnefelder entweder ins Auto setzen und ins nächste Geschäft fahren, die Nachbarin um eine milde Gabe bitten - oder schnell mal in den Dorfladen gehen. Das ist zwar Zukunftsmusik, könnte aber Realität werden.

Ob die Konnefelder überhaupt einen kleinen Laden vor Ort möchten, ob sie ihn nutzen würden und wie er betrieben werden soll, dafür erhalten sie in Kürze einen siebenseitigen Fragebogen.

Der wird nicht einfach in den Briefkasten eines jeden Haushaltes geworfen, sondern von Mitgliedern des Ortsbeirates persönlich abgegeben. Am kommenden Samstag, 29. September, werden sie von Tür zu Tür gehen und wollen mit den Bewohnern zugleich ins Gespräch kommen.

Abgabeschluss

Am 8. Oktober gehen die Ortsbeiratsmitglieder wieder herum und sammeln die ausgefüllten Fragebögen ein. Wer nicht zuhause ist, kann sie in den Briefkasten eines Ortsbeiratsmitgliedes termingerecht einwerfen. Diese werden dann ausgewertet, und das Ergebnis wird am Mittwoch, 7. November, in einer Bürgerversammlung vorgestellt.

Das Kasseler Planungsbüro akp, das die Dorferneuerung begleitet, hat die Fragen zusammengestellt. Die Idee eines Dorfladens mit Tausch- und Informationsbörse entstand vor einem Jahr. Nun geht es mit dem Fragebogen in die nächste Runde.

Ein paar Fragen als Beispiele: Wo kaufen Sie zurzeit Lebensmittel ein, wie oft, würden Sie in Konnefeld einkaufen und wenn ja: wie oft und was? Wie sollten die Öffnungszeiten gestaltet werden? Würden Sie eigene Produkte anbieten wollen? Hätten Sie Interesse mitzuarbeiten?

Da ein Dorfladen eine Einrichtung ist, die sich auch finanziell tragen muss, wird auch danach gefragt, ob man bereit wäre, das Lädchen zu unterstützen - als Mitglied oder mit einer Spende, ob man ehrenamtlich oder gegen Bezahlung mitarbeiten möchte.

Treffpunkt und Tauschbörse

Neben Artikeln für den täglichen Bedarf könnte der Dorfladen noch mehr bieten: ein schwarzes Brett auf dem Dienste wie Blumengießen oder Babysitting angeboten der danach gefragt wird. Wer zu viele Tomaten oder Zucchini erntet, möchte diese vielleicht gegen Kartoffeln oder Eier tauschen. Auch wer eine Mitfahrgelegenheit bietet oder sucht, kann das schwarze Brett dafür nutzen.

Der Dorfladen könnte darüber hinaus auch die Technik vorhalten, die man benötigt, um etwas zu kopieren, zu drucken oder zu faxen.

Schließlich könnte der Raum am Dorfgemeinschaftshaus auch eine Annahmestelle für Briefe und Rezepte bieten.

Von Brigitte Müller-Neumann

Quelle: HNA

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