Benefizkonzert zugunsten der José Carreras-Stiftung - Junge Sänger aus der Region

Konzert gegen Leukämie

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Ausdrucksstarke Stimmen: Ina Kraus, Katrin Feit, Frank Lang und Melanie Schneider beim Benefizkonzert zugunsten der José Carreras Stiftung in der Melsunger Stadthalle. Brandau

Melsungen. Das inzwischen siebte Konzert, dessen Erlös der José Carreras Leukämie-Stiftung zugute kommt, organisierten zwei Röhrenfurtherinnen und zwei Ehepaare aus Dresden und Hamburg in der Melsunger Stadthalle.

Das Musical-Programm des Benefizkonzerts hatten fünf junge Musikerinnen und Musiker aus Nordhessen zusammen gestellt: Sören Flimm (Schwalmstadt), Katrin Feit (Schrecksbach), Melanie Schneider (Schwarzenborn), Ina Kraus (Alsfeld) und Frank Lang (Fulda).

Auf ihre Gage verzichteten sie, so dass alle Einnahmen in den Spendentopf fließen konnten. „Nur die Technik müssen wir bezahlen“, sagte Bettina Rose. Einige Titel begleitete Sören Flimm am Flügel, die meisten waren jedoch durch Playback unterlegt. Das tat weder der Qualität des Gesangs noch der Ausdruckskraft des Vortrag Abbruch.

Mit viel jugendlichem Charme moderierte Sören Flimm die Veranstaltung, vermittelte Wissenswertes zum Handlungshintergrund der vorgetragenen Titel oder der Entstehungsgeschichte der Musicals. Die Stimmen der Sängerinnen und Sänger beeindruckten sowohl in diversen Solovorträgen als auch im Ensemble.

Der samtige Alt von Katrin Feit, der bisweilen sehr hohe, klare Sopran von Ina Kraus und die variantenreiche Mezzosopran von Melanie Schneider harmonierten prächtig mit Sören Flimms und Frank Langs routiniert gefestigten, starken Männerstimmen.

Alle fünf sind Musiker im Nebenberuf, alle fünf kommen aus nicht musischen Berufen, haben eher mit Zahlen als mit Noten zu tun. Sie verstehen den Gesang als ihr Hobby, als Leidenschaft, als Ausgleich, als gemeinsamen Spaß.

Frank Lang verfügt über umfangreiche Bühnenerfahrung, war er doch einer der Mitwirkenden im hoch gelobten Musical „Bonifatius“ in Fulda. Die Lieder waren mit Bedacht gewählt. Jedes hatte eine Botschaft, die zum ernsten Anliegen der Veranstaltung passte.

Schon im ersten Lied ging es darum: „Ich muss es tun, ein Zeichen setz’ ich nun!“ („Dies ist die Stunde“ aus Jekyll & Hyde). Aus „Wicked - die Hexen von Oz“ sangen Katrin Feit und Melanie Schneider den Titel „Keine Macht soll und besiegen“ und im Titel „Sind die Sterne gegen uns“ aus dem Musical Aida hörte man „Ich werde weiter leben.“

„Ein Wunder kann nur der erleben, der unbeirrt an Wunder glaubt.“

Sie sangen von Illusionen und Irritationen, von Glück und Glauben, von Wünschen und Wundern. „Ein Wunder kann nur der erleben, der unbeirrt an Wunder glaubt“, sangen die drei Frauen in einem starken Terzett. „Sie werden viel mit nach Hause nehmen.“ Damit wurde dem Publikum nicht zuviel versprochen.

Birgit Gessner gewann obendrein eine Laterne, die José Carreras zusammen mit einer kleinen Leukämiepatientin aus dem Klinikum München-Schwabing gebastelt und signiert hatte.

Vor allem aber hat die Stiftung gewonnen, wenn die Organisatoren des Konzerts bei der großen José Carreras-Gala im Dezember in Leipzig eine vierstellige Spende überreichen werden.

Quelle: HNA

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