Konzert voller Glanz und Gloria - Messe "Missa Katharina" im Dom

Klanggewaltig: Der katholische Bläserchor und Domchor St. Peter gaben am Wochenende ein gemeinsames Konzert im Fritzlarer Dom. In dessen Mittelpunkt stand die Missa Katharina. Fotos:  Zerhau

Fritzlar. Zu einem besonderen Konzert hatten der Katholische Bläserchor und der Domchor fürs vergangene Wochenende in den Dom St. Peter in Fritzlar eingeladen. Im dessen Zentrum stand die Messe „Missa Katharina", die der niederländische Komponisten Jacob de Haan 2007 eigens für Amateurmusiker komponiert hatte.

Dechant Jörg Stefan Schütz erläuterte Aufbau und Struktur sowie den ökumenischen Charakter des Werkes, das aus den klassischen Teilen Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus-Benedictus und Agnus Dei besteht. Dazu kommen ein festliches Halleluja und Amen sowie mit Präludium, Offertorium und Postludium drei reine Instrumentalsätze. Dabei ließ sich der Komponist stark von den geistlichen Werken Johann Sebastian Bachs, Mozarts Messen, Verdis Requiem, der geistlichen Musik Bruckners und von Gunouds Requiem beeinflussen.

Das Konzert eröffnete der Domchor unter Leitung von Gunther Hehenkamp mit Mendelssohn-Bartholdys Werk „Wie der Hirsch schreit“ aus dem Psalm 42. Mit fein abgestufter Dynamik gelang es dem Chor, den alttestamentlichen Psalm würdevoll zur Geltung zu bringen. Danach folgte „Er hat seinen Engeln befohlen“ aus dem Oratorium „Elias“.

Im Anschluss sang die Mezzosopranistin Anna Schaumlöffel mit beeindruckender, ausdrucksstarker Stimme „Wenn ich mit Menschen- und mit Engelszungen redete“ von Louis Roessel sowie ein Nachtgebet von Josef Gabriel Rheinberger - an der Orgel begleitet von dem Domorganist Gunther Hehenkamp.

Zur Einstimmung auf die „Missa Katharina“ zeigte der Katholische Bläserchor unter Leitung seines Chefdirigenten Dominik Mulqueen seine große Bandbreite an dynamischer Differenziertheit an den beiden Werken „Locus iste“ von Anton Bruckner und „Ammerland“ von Jacob de Haan.

Erhaben und voller Glanz leitete das sinfonische Blasorchester mit dem „Präludium“ die „Missa Katharina“ ein. Im sich anschließenden „Kyrie“ sowie im weiteren Verlauf zeigten Domchor mit der Solistin Anna Schaumlöffel und Orchester ihre Fähigkeit, fein abgestimmt und klanglich ausgewogen, ein beeindruckendes Klangerlebnis zu erzeugen.

Durch sein präzises Dirigat gelang es Dominik Mulqueen, der die musikalische Gesamtleitung des Abends innehatte, beide Ensembles gekonnt zu einer homogenen Einheit zu formen. Sein Klangfarbenspektrum schöpfte der Katholische Bläserchor im rein instrumentalen Offertorium vollends aus.

Auch die weiteren Ordinariumsteile faszinierten die mehr als 300 Zuhörer im voll besetzten Dom. Im Besonderen sei hier noch das „Amen“ zu erwähnen, in dem es Orchester und Chor gelang, mit beeindruckender Klangfülle und sauberer Intonation den Zuhörern sprichwörtlich den Atem zu nehmen.

Mit stehenden Ovationen und nicht enden wollendem Applaus verabschiedeten sich die Musiker und freuen sich auf das nächste gemeinsame Projekt.

Von Peter Zerhau

Quelle: HNA

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