Die Big-Band des Schwalmgymnasiums spielte am Samstag Filmmusik aus sieben Jahrzehnten

Es gab Kopfkino mit viel Rhythmus

Starker Auftritt: Die Junior-Band und die Big Band mit Solistin Greta Saiz begeisterten am Samstag in der Hephata-Kirche. Fotos:  Decker

Treysa. Zu einem musikalischen Kinoabend lud die Big-Band des Schwalmgymnasiums am Samstag in die Hephata-Kirche ein. Auch wenn die einzelnen Filme nicht zu sehen seien, versprach der Dirigent Andreas Fiebig zu Beginn des Konzertes, dass die Bilder im Kopf ablaufen würden.

Die Junior Band, besetzt mit Schülerinnen und Schülern aus den Klassen fünf bis sieben, begann die versprochene Reise schwungvoll mit dem Titel „Auf großer Fahrt“, gefolgt von „Loosen up“, was so viel wie „komm runter“ bedeutet. Ihr letzter Titel „Y.M.C.A.“ wurde zwar nicht direkt als Filmmusik komponiert, taucht aber doch in etlichen Filmen auf.

Applaus für Nachwuchs

Das Publikum verabschiedete die Nachwuchsmusiker mit herzlichem Applaus, bevor die eigentliche Big-Band die Bühne betrat. Sie begann mit dem bekannten Klassiker „Peter-Gunn-Theme“. Inspiriert vom Jazz der 60er-Jahre folgte „Mission impossible“ und in der neueren Variante aus dem Jahr 2004 die Musik aus dem Film „Die Unglaublichen“. Spätestens ein Medley mit Titeln aus „Piraten der Karibik“ knipste bei vielen im Publikum die Bilder vom Meer und den prachtvollen Segelschiffen im Kopf an.

So mancher wippte mit dem Körper mit oder pfiff leise die Melodien vor sich hin. Das älteste gespielte Stück „Chattanooga Choo Choo“ entstammte dem Film „Sun Valley Serenade“ aus dem Jahre 1941. Wer aus dem Publikum damals jedoch noch nicht ins Kino ging, erkannte die Musik vielleicht trotzdem, da Udo Lindenberg sie 1983 mit seinem Titel „Sonderzug nach Pankow“ neu arrangiert hatte.

Es folgte die ebenfalls sehr bekannte Titelmusik aus der amerikanischen Kultserie „The Simpsons“, die seit einigen Jahren auch im deutschen Fernsehen läuft. Die leicht schräge Komposition interpretierte die Big-Band gekonnt und erntete dafür einen besonders starken Applaus.

Herr der Ringe

Noch intensiveren Beifall erntete Greta Saiz mit ihrer Interpretation der Titelmusik des James Bond Films „Skyfall“. Die rund 35 Musiker beendeten ihr Programm mit einem Medley aus dem ersten Teil der „Herr der Ringe“. Auch hier funktionierte das Kopfkino und ließ Szenen aus dem Kampf der vier kleinen Hobbits gegen die Orks und Trolle aufleben.

Die mehr als 200 Gäste belohnten das musikalische Können der Band mit stehendem Applaus, so dass diese als Zugabe noch „Eye of the tiger“ präsentierte.

Von Christiane Decker

Quelle: HNA

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