Korbmachermuseum und Kulturmühle feiern runde Geburtstage

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Vor dem Korbmachermuseum: Barbara Engel, Hilburg Harbusch und der Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins Volker Komiske (von links).

Beiseförth. An das Leben und die mühevolle Arbeit der Korbmacher in Beiseförth erinnert das Korbmachermuseum. Am Sonntag, 25. August, feiert der Heimat- und Verkehrsverein Beiseförth als Betreiber dessen 20. Geburtstag. Zeitgleich begeht der Verein das zehnjährige Bestehen der Kunst- und Kulturmühle.

Es gab nur wenig Arbeit im Beisetal. Aber Weiden gab es an den Ufern der Beise viele. Die Landwirtschaft allein reichte Ende des 18. Jahrhunderts nicht aus, um die Menschen zu ernähren. Die Erfindung des Webstuhls machte viele Handweber arbeitslos. Deshalb entschlossen sich viele Bewohner, Korbmacher zu werden. Zwölf Stunden am Tag arbeiteten sie für einen Hungerlohn.

Gäste kommen in Gruppen

"Wir sind Hessens einziges Korbmachermuseum", sagt Hilburg Harbusch. Sie ist Mitarbeiterin des Museums und begrüßt in den Sommermonaten an den Wochenenden die Gäste in dem historischen Gebäude, das früher einmal ein Tagelöhnerhaus war.

Vor allem Gruppen kommen, um sich über die Geschichte der Korbmacherhochburg zu informieren. "Außerdem machen auch viele Teilnehmer von Paddeltouren hier Halt", sagt die Museumsführerin. Im vergangenen Jahr kamen 140 Besucher. "Es könnten ruhig mehr sein", findet sie.

Viele Besucher beziehungsweise Teilnehmer wünscht sich auch Barbara Engel, die Leiterin der Kunst- und Kulturmühle. "Wir haben 125 Teilnehmer pro Jahr in unseren Kursen", sagt sie. Der Kurs "Voll Stoff" sei einer der erfolgreichsten. Dort werden in Handarbeit Stofftiere, Servietten und andere Dinge für den Haushalt hergestellt. "Mindestens genauso wichtig ist die Unterhaltung unter den Teilnehmern", findet die Leiterin.

Neben Kursen sind aber auch regelmäßige Kunstaustellungen Teil des Programms der Kunst- und Kulturmühle. "Wir haben regionale und überregionale Künstler dabei," sagt Engel.

Von Jonathan Vorrath

Quelle: HNA

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