Kornkreise als Inspiration für Steinkunst

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In seiner Werkstatt: Hannes Schmid arbeitet mit Hammer und Meißel unter freiem Himmel.

Felsberg. Es sind Kornkreise, die ihn so faszinieren. Der 35-jährige Hannes Schmid aus Felsberg fräst Kunst in Steine. Seine Werke stellt er am Sonntag, 17. August in Helmshausen aus.

Hannes Schmid ist hauptberuflich Diplomingenieur für Bioverfahrenstechnik in Guxhagen und hat eine besondere Beziehung zur Natur. Darum sei er auch aufs Land gezogen, sagt er. Vor fünf Jahren entdeckte er seine Leidenschaft zur Kunst in Verbindung mit Kornkreisen.

Doch wie kommt man auf die Idee, solche Motive in Steine zu fräsen? Hannes Schmid sagt dazu, dass bereits sein Vater aus Holz Kunstwerke schnitzte. Für Steine als Material entschied er sich wegen ihrer Beständigkeit. Die Motive, die er mit einer Diamantfräse in den Stein fräst, sind größtenteils inspiriert von Kornkreisen. „Im Vordergrund meiner Kunst stehen geometrische Formen. Mich faszinieren die Geometrie und Symmetrie“, sagt Hannes Schmid. Die meisten Motive könne man in einigen Arbeitsschritten mit Lineal und Zirkel konstruieren.

Bei dem Thema Kornkreise wird es komplizierter: „Das ist ein sehr komplexes Thema und in Deutschland ist das Phänomen nicht besonders bekannt“, sagt Schmid.

Wenn es um die Herkunft der Gebilde geht, gebe es große Unterschiede: „80 bis 90 Prozent sind von Menschen gemacht. Aber es bleiben zehn bis 20 Prozent, die nicht konventionell erklärbar sind“, sagt Schmid. Ein Ziel sei es, die Menschen zu sensibilisieren. Denn das Phänomen kann vielleicht mit wissenschaftlichen Begebenheiten erklärt werden, die bisher noch nicht bekannt sind.

Kornkreise: Die größere Platte zeigt den Kornkreis, der vor kurzem in Bayern entstand.

„Die vorherrschende Meinung ist, dass es entweder Aliens oder Menschen waren, dazwischen gibt es ziemlich wenig“, sagt Hannes Schmid zu der Entstehung von Kornkreisen.

Das Lieblingsmotiv des Künstlers ist die Tudor-Rose, die in der Dynastie der Tudors entstand und noch heute ein Symbol für England ist. Eines der nächsten Projekte von Hannes Schmid wird es sein, die Rose um weitere Blütenblätter zu erweitern: „Entscheidend ist dabei, die Geometrie fortzusetzen und die Proportionen beizubehalten“, sagt Schmid. Die Kunst in den Steinen zeigt größtenteils Kornkreise, aber auch Labyrinthe fräst er auf kleine und große Steine. Wer also mehr über das Phänomen Kornkreise erfahren und die Kunst in der Hand halten möchte, ist eingeladen zur Ausstellung von Hannes Schmid in die Knüll-Weinscheune zu kommen.

Termin: Sonntag, 17. August, 14 bis 18 Uhr in der Knüll-Weinscheune in Felsberg-Helmshausen. Information: www.steinkreise-kunst.de

Von Claudia Lukas

Quelle: HNA

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