In „De Paare“ Niederelsungen sind weit über 1000 Karnevals-Kostüme ausleihbar

Paradies für Karnevalisten: Hier gibt es mehr als 1000 Kostüme

Inmitten langer Kleiderreihen: Brigitte Pillardy verwaltet im Kostümfundus der Waldbühne Niederelsungen auf zwei Etagen über 1000 Kostüme. Darunter finden sich auch Paillettenkleider. Fotos: Spanel

Niederelsungen. Hier hängen opulente Sissi-Kleider neben einfachen Mönchskutten: Der Kostümfundus der Niederelsunger Waldbühne im alten Pfarrhaus am Kirchweg Nummer 10 ist gerade zur Hochsession des närrischen Treibens eine wahre Schatzkiste für alle Karnevalisten.

Jeden Dienstag zwischen 15 und 18 Uhr öffnen Brigitte Pillardy, Ingrid Lehmann und Rose-Marie Schmidt „De Paare“ für Kostümsuchende. „Im Durchschnitt kommen etwa acht bis zehn Leute, um sich von uns beraten zu lassen“, sagt Brigitte Pillardy. Teilweise erschienen sogar ganze Gruppen, die einheitliche Kostüme für ein vorgegebenes Karnevalsmotto suchten.

Dabei ist die Auswahl riesig: Mittlerweile haben sich über 1000 Kostüme für Frauen, Männer und auch Kinder angehäuft. Und nach jeder Spielsaison der Waldbühne wächst der Kostümfundus weiter an. „Neu in der Sammlung sind die Römerkostüme aus der ,Ben Hur’-Aufführung des Vorjahres“, so Brigitte Pillardy.

Ins Kostüm geschlüpft: Brigitte Pillardy zeigt ein grünes Burgfräulein-Kleid mit passendem Haarschmuck.

Wer die zwei Etagen voller Kleiderständer und Kisten gesichtet und eine Entscheidung getroffen hat, zahlt je nach Kostüm zwischen drei und 20 Euro – ganz ohne Ausleihfrist. Gut investiertes Geld, denn zur Rundum-Ausstattung gehören auch die jeweils passenden Kopfbedeckungen, Perücken, Accessoires, Schuhe und Schmuck. Ein komplettes Burgfräulein-Kostüm kostet beispielsweise einmalig zehn Euro Leihgebühr.

„Wir erwarten aber, dass die Kostüme zum individuell vereinbarten Zeitpunkt heil und sauber wieder zu uns zurückkommen“, sagt Brigitte Pillardy. Schließlich haben die Einzelstücke auch einen persönlichen Wert: In der angeschlossenen „Nähstube“ werden die Kostüme größtenteils noch von Hand gefertigt und bestechen durch ihre Originalität und feine handwerkliche Ausarbeitung.

Knappe Cocktailkleidchen oder große Roben bezieht der Kostümfundus aus Geschäftsauflösungen; Exoten wie das Ganzkörper-Bärenkostüm werden persönlich vorbeigebracht. „Wenn Leute ihre Karnevalskostüme nicht mehr tragen wollen, stellen sie sie uns zur Verfügung“, erklärt Brigitte Pillardy.

Brigitte Pillardy, Ingrid Lehmann und Rose-Marie Schmidt betreuen den Kostümfundus ehrenamtlich. „Diese Arbeit ist nicht bezahlbar - wir sind mit Spaß dabei“, so Pillardy. „Und außerdem erfährt man beim Auswählen der Kostüme viele Geschichten über die Menschen“.

Quelle: HNA

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