In der Kapelle Schönberg zeigten Schüler der Musikschule Schwalm-Eder ihr Können

Von der Kraft der Blockflöte

Vielstimmig: Die Musikschule Schwalm-Eder hatte zum Konzert in die Kapelle Schönberg in Rölls-hausen – im Bild der Chor Nucando – eingeladen. Foto: Haaß

Röllshausen. Insgesamt 14 junge Künstler und die Erwachsenen Sänger des Chors Nucando bewiesen am späten Sonntagnachmittag in der Kapelle Schönberg in einem einstündigen Konzert ihre musikalische Begabung.

Der steile Weg über die Sandsteinstufen zur kleinen Kapelle oberhalb von Rölls-hausen mag zwar für den einen oder anderem etwas beschwerlich gewesen sein, hat sich aber auf alle Fälle gelohnt. Die Musikschule Schwalm-Eder veranstaltete in einem der Wahrzeichen der Schwalm erstmals ein Schülerkonzert und knapp 90 Zuhörer, überwiegend Eltern, Geschwister und Großeltern der jungen Künstler, waren der Einladung gefolgt.

Vom musikalischen Novizen mit nur wenigen Wochen Spielpraxis bis hin zum alten Hasen zeigten die Musikschüler unter anderem ihr Können mit Klavier, Klarinette, Saxofon und Akkordeon. Musikstücke vom modernen Pop-Song bis hin zu klassischer Musik gehörten zum Repertoire.

Egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener: Lampenfieber hatten alle Musiker. Dank der Unterstützung der Lehrkräfte bewältigte aber jeder einzelne der überwiegend jungen Künstler den Auftritt mit Bravour und erntete verdienten Applaus.

Wer bislang dachte die Blockflöte diene nur als musikalisches Folterinstrument von Grundschülern wurde am Sonntag eindrucksvoll eines besseren belehrt. Christiane Ramm zeigte die Vielfalt und Kraft des unscheinbaren Instruments und spielte absolut sicher und mit Hingabe eine Sonate von Georg Friedrich Händel.

Egal ob Klavier-, Blockflötenspielerin, Saxofonist oder Klarinettistin, allen Musikern ging, das Spiel leicht von der Hand. Die harten Stunden des Übens waren niemanden anzumerken. Vielmehr stand jedem Einzelnem der Stolz der erbrachten Leistung ins Gesicht geschrieben, und das zu Recht.

Sänger willkommen

Den musikalischen Schlusspunkt des Nachmittags setzten der Chor Nucando. Mit dem Lied „Wunder geschehen“ von Nena entließen sie das Publikum in den frühen Abend, aber nicht ohne noch etwas Werbung in eigener Sache zu machen. Jeder sei als Sänger willkommen, ganz besonders Männer, sagte Chorleiter Steffen Dittmar.

Fast pünktlich zum Abendläuten war das Konzert zu Ende. Die Zuhörer bedankten sich mit herzlichem Applaus bei den Künstlern und begann leichtfüßig den Abstieg vom Kapellenberg.

Von Matthias Haaß

Quelle: HNA

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