Kraftfutterwerk bleibt: Keine Schließungsabsichten in Altmorschen

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Bleibt erhalten: Das Kraftfutterwerk Altmorschen der Raiffeisen-Warenzentrale Kurhessen-Thüringen.

Altmorschen. "Das Kraftfutterwerk in Altmorschen bleibt ohne wenn und aber bestehen." Das erklärte Ullrich Schenk in der jüngsten Ortsbeiratssitzung in Altmorschen. Schenk ist Prokurist der Raiffeisen-Warenzentrale Kurhessen-Thüringen GmbH mit Sitz in Kassel.

Ortsvorsteher Ulrich Kleinschmidt hatte den Punkt "Zukunft Raiffeisen (Mischfutterwerk)" auf die Tagesordnung gesetzt.

"Gerüchte um die Schließung machen die Runde", sagte Kleinschmidt. Die Arbeitsplätze bei Raiffeisen und im Hotel müssten erhalten bleiben. Nach der Zusage Schenks erklärte Kleinschmidt, es gebe Gerüchte, "dass 2014 die Türme fallen sollen".

Das alles hat Ullrich Schenk deutlich dementiert. Er habe einen "Riesen-Schreck" bekommen, als er den Tagesordnungspunkt gelesen habe. Von sich aus fuhr Schenk nach Altmorschen, um Klarheit zu schaffen. Das Kraftfutterwerk habe 25 Mitarbeiter, vier weitere seien es in der Abteilung Recycling. Es gebe überhaupt keine Veranlassung, das Werk zu schließen. Es sei technisch auf einem hervorragenden Stand.

Auf Nachfrage der HNA erklärte Schenk, dass Raiffeisen in der Vergangenheit pro Jahr 200.000 bis 600.000 Euro in das Werk Altmorschen investiert habe. Die Investitionen der nächsten Jahre bleiben nach seinen Worten "auf gleichem Niveau".

Aktuelle Investitionen in ein Werk in Hamm hätten nichts mit Altmorschen zu tun, unterstrich der Prokurist. Das Werk Altmorschen sei eine 100-prozentige Tochter der Raiffeisen-Warenzentrale Kurhessen-Thüringen GmbH. Schenk: "Wir sind stolz auf diese Konstellation."

Dem Mörscher Bürgermeister Herbert Wohlgemuth rief Schenk zu: "Die wirtschaftliche Situation des Werks ist nicht so, dass wir am Stock gehen."

Vor der Zusage zum Erhalt des Werks hatte der Bürgermeister im Ortsbeirat darauf hingewiesen, dass Raiffeisen in diesem Jahr modernisiert habe: "Das ist ein solides Werk mit einer anständigen Situation." Auf Anfrage der HNA sagte der Bürgermeister: "Ich will, dass das Werk erhalten bleibt." Es biete Arbeitsplätze und sei ein Gewerbesteuerzahler, "davon haben wir viel zu wenig".

"Sehr schön, das zu hören." So kommentierte Jutta Bergmann, die stellvertretende Ortsvorsteherin, die Zusage von Prokurist Schenk.

Quelle: HNA

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