Rentnerwandergruppe errichtet neue Wassertretanlage am Dörnberger Höllchen

Kraniche bauen mit Holz

Fleißige Rentner: Die Dörnberger „Wandernden Kraniche“ bauen ehrenamtlich am Höllchen im Habichtswald eine neue Wassertretanlage. Foto: zih

Dörnberg. Spaziergänger und Wanderer können sich am Höllchen nahe Dörnberg demnächst wieder ganz gesund die Füße kühlen und ihren Kreislauf in Schwung bringen: Die Rentnerwandergruppe „Wandernde Kraniche“ sorgt dafür, dass die von einer nahe gelegenen Quelle gespeiste Wassertretstelle bald wieder funktioniert.

Marode und unansehnlich: So präsentierte sich die nach Vorbild des bayerischen Priesters und Hydrotherapeuten Sebastian Anton Kneipp (1821 bis 1897) gebaute Wassertretanlage. Die Instandsetzung der bei Wanderern so beliebten Einrichtung hatte die Gemeinde Habichtswald aus Kostengründen aus dem Haushaltsplan gestrichen.

Da reifte bei Helmut Probst, Heinz Straßberger, Karl Pfannkuche, Willi Debertshäuser, Willi und Horst Gerhold, Lothar Keßler sowie Gerhard Vogel von der Kranich-Wandergruppe die Idee, ehrenamtlich und in Eigenleistung eine neue Wassertretanlage zu bauen. Tatkräftige Unterstützung fanden sie bei einem weiteren „Kranich“ (Kraninche nennt man scherzhaft die Dörnberger Einwohner), dem ehemaligen Forstwirtschaftsmeister Heinrich Schuwirth. Der war auch bei den beiden vorherigen Anlagen Ideengeber und „Handwerksmeister“.

Auch diesmal sollte die Wassertretstelle nicht aus Stein und Beton, sondern aus dem Naturprodukt Holz entstehen. Rund ein Jahr lang war Heinrich Schuwirth im Habichtswalder Gemeindewald auf der Suche, ehe er fündig wurde: Ein 25 Meter hoher Lärchenstamm mit einem Stockdurchmesser von 1,20 Metern war der richtige für das Projekt.

Zweiteilige Anlage

In 50 Arbeitsstunden erneuerten die Kranich-Rentner nicht nur das Fundament für die zweiteilige Anlage - ein Armbecken mit Ein- sowie Überlauf für den größeren begehbaren Bereich -, sondern bauten auch eine sich an das lange Fußbecken anschließende hölzerne Bühne mit Treppe. „Unser größtes Problem beim Bau der Anlage“, so Schuwirth, „war die Aushöhlung des Stammes zum Wasserbecken. Hier haben uns nach eigenen Vorarbeiten Mitarbeiter des Naturparks Habichtswald mit einem Spezialfräskopf geholfen.“ (zih)

Quelle: HNA

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