Kreis will Koordinator für Flüchtlingshelfer einstellen

Homberg. Viele Menschen im Schwalm-Eder-Kreis engagieren sich in der Flüchtlingshilfe. Mehr als 90 Ehrenamtliche und damit mehr als doppelt so viele wie erwartet kamen ins Sparkassendienstleistungszentrum nach Homberg zum ersten „Forum Asyl", zu dem Stephan Bürger (Kreis) und Silvia Scheffer (Diakonisches Werk) eingeladen hatten.

Sie alle machten deutlich, dass ihnen vor allem eines fehlt: Jemand, der sich um die Vernetzung ihrer Aktivitäten kümmert.

Das hat auch der Landkreis erkannt, und plant, einen Koordinator für die ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit einzustellen. Das sagte Nadine Bremer, Fachbereichsleiterin der Sozialverwaltung des Kreises. Die Entscheidung darüber solle in dieser Woche fallen. „Wir hoffen darauf, dass dieser Koordinator dann im Oktober mit der Arbeit beginnen kann“, ergänzte sie.

Eigenes Süppchen

Die wahren Experten bei den Hilfen seien die Ehrenamtlichen, betonte Flüchtlingsberaterin Scheffer im HNA-Gespräch. Doch bislang kochten die meisten von ihnen ihr ganz eigenes Süppchen. Das soll sich nun ändern, denn durch die Vernetzung könnten sie voneinander lernen und miteinander noch mehr leisten.

Im Zentrum der Gespräche beim Forum Asyl stand der Austausch. Es ging um Fragen wie: Wer tut wo was und wie? Was gelingt und was nicht? Wie kann man die Arbeit vor Ort unterstützen? Und nicht zuletzt, welche Fördermöglichkeiten gibt es?

Derzeit leben 1415 Flüchtling im Landkreis, sagte Nadine Bremer. 2300 Menschen werde der Landkreis 2015 insgesamt aufzunehmen haben, erklärte sie. Daher sei davon auszugehen, dass nun wöchentlich zwischen 80 bis 100 Personen untergebracht werden müssten. Betreut werden die Flüchtlinge von Orientierungshelfern, sechs gebe es im Landkreis, weitere Stellen seien ausgeschrieben. (may)

Quelle: HNA

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