Kreisel an der Bahnbrücke in Treysa soll noch dieses Jahr befahrbar sein

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Schon gut zu erkennen: Der Kreisverkehrsplatz hat insgesamt einen Durchmesser von 35 Metern, die Insel innen 21 Meter. Inzwischen wurde mit dem Einbau der Asphaltdecke begonnen.

Treysa. Die Bauarbeiten gehen voran, trotzdem müssen sich Autofahrer noch einige Wochen auf Behinderungen einstellen.

Der Umbau der Kreuzung Friedrich-Ebert-Straße/Sportweg-Zwalmstraße in einen Kreisverkehr raubt besonders zu den Stoßzeiten viel Zeit.

Staus im Berufsverkehr 

So ist zu beobachten, dass sich der Stau aus Richtung Ziegenhain im Feierabendverkehr schon mal bis zur Höhe des Hagebaumarkts aufbaut, die Autofahrer drei oder mehr Ampelzyklen benötigen, um den einspurigen Bereich unter der Eisenbahnbrücke hinter sich zu bringen. Dabei ist an den Kennzeichen abzulesen, dass viele auswärtige Pkw- und auch Lkw-Fahrer sind, die vermutlich Richtung Marburg unterwegs sind.

Auswirkung in Ziegenhain 

Viele Ortskundige meiden die Bundesstraße 454/Friedrich-Ebert-Straße ohnehin, seit der Kreiselbau im Frühjahr begonnen hat. Das macht sich zum Beispiel morgens gegen 7.30 Uhr in einem langen Linksabbieger-Stau in Ziegenhain bemerkbar. Dort kann es dann auch schon mal länger dauern, um von der Erich-Rohde-Straße in die Festungsstraße Richtung Innenstadt zu gelangen.

Die Asphaltfahrbahn wird derzeit im ersten Bauabschnitt eingebaut, die Arbeiten dauern noch bis Ende nächster Woche, teilte auf unsere Anfrage Bauamtsleiter Alexander Inden mit.

Zeitplan 

Danach werde ab der der 43. Kalenderwoche (24. Oktober) der südliche Halbkreis als zweiter Bauabschnitt begonnen. Inden: „Nach jetzigem Terminplan soll die Fahrbahn auch noch dieses Jahr fertiggestellt werden. Abhängig von dem Wetter werden alle Arbeiten im Frühjahr 2017 beendet.“

Im Zuge der bisherigen Bauarbeiten seien von den Stadtwerken Kanalrohre und Schächte sowie die Hauptwasserleitung erneuert worden.

Zwalmstraße bald dicht 

Mit Beginn des zweiten Bauabschnittes wird die Zwalmstraße voll gesperrt (Sackgasse), der Verkehr über die schon hergestellte Fahrbahn geleitet. Die Verkehrsführung erfolgt über den Wiegelsweg. Wenn das Wetter es zulässt, wird der Kreisel aber noch dieses Jahr vollständig befahrbar sein.

Der Kreisverkehrsplatz hat insgesamt einen Durchmesser von 35 Metern, wobei die Insel innen einen 21-Meter-Durchmesser hat.

Hintergrund 

Seit 2013 ging es verstärkt darum, ob der Kreuzungsbereich an der Bahnbrücke in einen „Kreisverkehrsplatz“ (KVP) umgebaut wird, zumal die Verlegung neuer Kanäle und die grundhafte Erneuerung des Straßenbelags im Bereich der Kreuzung anstanden. Seit November 2013, als die Verkehrszählung ausgewertet war, war klar, dass die Verkehrssituation dort den Kreisel-Bau rechtfertigt. Der Abriss des Hauses Nr. 57/Spielhalle war im Dezember 2015 der Startschuss. Im Frühjahr begann der vom Land geförderte Bau, Gesamtvolumen von 840 000 Euro (Tief- und Straßenbau).

Quelle: HNA

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