Kreissprecher: Prügelei unter Flüchtlingen in der Pommernanlage war Einzelfall

Flüchtlinge leben in alter Kaserne: In der Pommernanlage kam es zu einer Auseinandersetzung.

Wolfhagen. Körperliche Auseinandersetzungen zwischen Asylbewerbern sind laut Landkreissprecher Harald Kühlborn in der Pommernanlage in Wolfhagen eine Ausnahme.

Bei einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Asylbewerbern in der Pommernanlage in Wolfhagen waren zwei Polizisten verletzt. Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes hatte in der Nacht zu Sonntag gegen 0.30 Uhr die Polizei alarmiert. Beim Versuch, den Streit zu schlichten, wurde ein 48-jähriger Polizist verletzt. Ein 21-jähriger Mann hatte sich nur unter massiven Einsatz der Beamten bändigen lassen. Dabei wurde ein weiterer Polizist verletzt. Der Asylbewerber wurde kurzzeitig in Gewahrsam genommen, befand sich aber wenig später wieder in der Gemeinschaftsunterkunft.

Über die Konsequenzen dieses Vorfalls sprachen wir mit Landkreissprecher Harald Kühlborn. Der Landkreis ist für die Gemeinschaftsunterkunft in der ehemaligen Bundeswehrkaserne in Gasterfeld zuständig.

Herr Kühlborn, wurde nach diesem Vorfall die Anzahl der Sicherheitsleute aufgestockt? 

Harald Kühlborn: „Nein, da es sich um einen Einzelfall handelte, der auf übermäßigen Alkoholkonsum nach einer Sportveranstaltung zurückführen ist. Wir würden anders reagieren, wenn wir ein grundsätzliches Problem sehen würden.“

Gab es Folgegespräche oder Versammlungen nach diesem Vorfall? 

Harald Kühlborn: „Wir haben das Fehlverhalten der betroffenen Flüchtlinge mit diesen diskutiert und es herrschte große Einsicht, so dass wir davon ausgehen, dass ein solcher Vorfall sich nicht wiederholt.“

Hat der Flüchtling Konsequenzen zu erwarten? 

Harald Kühlborn: „Bei einer Wiederholung eines solchen Vorfalls erhält er Hausverbot und wird zurück in eine andere Aufnahmeeinrichtung verlegt.“

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Quelle: HNA

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