Teures Pflaster

Kreisstraßen: Pflege kostet in diesem Jahr 9,9 Mio. Euro

Kreisstraßen: Pflege kostet in diesem Jahr 9,9 Mio. Euro

Schwalm-Eder. Das Netz ist umfangreich und erfordert einen erheblichen Pflegeaufwand: 442 Kilometer Kreisstraßen muss der Schwalm-Eder-Kreis unterhalten. 9,9 Millionen Euro sollen dafür in 2014 ausgegeben werden.

Ähnlich hohe Beträge seien für die Folgejahre eingeplant, erklärte Landrat Frank-Martin Neupärtl gegenüber der HNA. Zum Vergleich: 2013 waren es 7,9 Millionen.

Die größte Baustelle befindet sich derzeit im Guxhagener Ortsteil Grebenau, wo die Brücke über die Fulda und der Anschluss die B 83 erneuert werden. Die Arbeiten sollen Mitte dieses Jahres abgeschlossen sein. Kosten: 2,5 Millionen Euro.

Die Menschen inKnüllwald-Nenterode leben seit Jahren mit einem Provisorium. Nachdem vor zehn Jahre die Kanalisation in der Ortsdurchfahrt erneuert worden war, gab es 2013 den beantragten Landeszuschuss für den Straßenbau. Im Frühjahr 2014 soll nun mit den Arbeiten begonnen werden. Der Landkreis beteiligt sich mit 540 000 Euro.

Handlungsbedarf bestand auch im Homberger Stadtteil Waßmuthshausen, wo die Überführung am Rinnebach immer wieder nur ausgebessert worden war. Nun sei die Brücke für 280 000 Euro gründlich saniert worden. Erhebliche Schäden sind an der Brücke über die Fulda im Malsfelder Ortsteil Beiseförth aufgetreten. Sie soll in diesem Jahr für drei Millionen Euro saniert werden.

Für 2014 sind außerdem der Ausbau der Ortsdurchfahrt in Knüllwald-Oberbeisheim (620 000 Euro) und die Erneuerung der Verbindung zwischenZimmersrode und Römersberg geplant. Die Ausgaben müssen aber noch vom Kreistag genehmigt werden.

Schlaglochpisten gebe es auf kreiseigenen Straßen nicht, erklärte Jens Becker, der beim Landkreis für die Grundstücke und Gebäude zuständig ist. Seit Jahren würden sie kontinuierlich erneuert.

Manchmal kann es ziemlich eng werden

Auf schmalen Land- und Kreisstraßen erleben Autofahrer im Landkreis gelegentlich Begegnungen der besonderen Art. Busse und große landwirtschaftliche Fahrzeuge kommen sich bedenklich nahe. Da hilft häufig nur, auf den Randstreifen auszuweichen. Das gilt im Besonderen für den Begegnungsverkehr von Bussen und Landmaschinen. Für den Ausbau gelte eine Mindestbreite von 5,50 Meter, sagt Jens Becker, der beim Landkreis Grundstücks- und Gebäudewirtschaft zuständig ist. Es gebe aber auch ältere Kreisstraßen, die noch schmaler sind. Ein Mittelstreifen werde auf solchen Fahrbahnen nicht mehr aufgetragen, es gebe lediglich Markierungen an den Fahrbahnrändern. Das sei so vorgeschrieben.

Grundlage dafür seien gesetzliche Vorgaben, wonach Fahrbahnen erst ab einer Breite von 5,50 Meter markiert werden müssten, schmalere jedoch nicht, sagt Horst Sinemus von Hessen Mobil. Das habe nicht in erster Linie mit den Kosten für die Markierung zu tun. Die einzelnen Fahrspuren würden so schmal, dass man unweigerlich auf dem Randstreifen landen würde.

Landwirtschaftliche Fahrzeuge mit ihren heutigen Breiten und Busse seien auf den schmalen Straßen im Begegnungsverkehr ein Problem, bestätigt Sinemus. (hro)

Quelle: HNA

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